Hotel Eichenhof soll aber weiter betrieben werden
Ehemalige Hofanlage wird verkauft

Greven -

Das Gebäude des Hotels Eichenhof soll verkauft werden. Das bestätigte der Besitzer auf Anfrage. Aber: Das Hotel selber bleibt bestehen, erklärte die Pächterin. Sie habe einen bestehenden Pachtvertrag. Der Eigentümer möchte 2,3 Millionen Euro für die Immobilie haben.

Dienstag, 26.03.2019, 15:53 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 16:00 Uhr
Das Hotel Eichenhof am Hansaring soll verkauft werden. Die Pächterin Tanja Kleine geht aber davon aus, dass das Hotel weiter betrieben wird.
Das Hotel Eichenhof am Hansaring soll verkauft werden. Die Pächterin Tanja Kleine geht aber davon aus, dass das Hotel weiter betrieben wird. Foto: Peter Beckmann

Die ganze Situation ist wohl nicht wirklich einfach, um nicht zu sagen recht unübersichtlich. Es geht dabei um das Hotel Eichenhof am Hansaring und dessen Zukunft. Viele Akteure spielen da mit im Geschehen. Eins ist aber wohl klar: Die „Romantische Hofanlage“ soll verkauft werden, für 2,3 Millionen Euro, wie auf der Seite eines Immobilien-Unternehmens aus Münster zu lesen ist.

Betrieben wird das Hotel Eichenhof von der Denk GmbH. Die wurde im Februar 2010 gegründet, Geschäftsführer war damals Marcus Denk, der das Hotel ursprünglich 1990 zusammen mit seiner Frau Ingrid gegründet hatte. Letztere musste im Jahr 2010 Insolvenz anmelden.

Im Mai 2010 war Marcus Denk dann plötzlich nicht mehr Geschäftsführer, wurde vom Bruder von Ingrid Denk, Richard Böhmann, abgelöst. Im April 2011 drehte sich die Lage wieder zum Ursprung. Und im Februar 2018 wurde Marcus Denk wieder abgelöst und Tanja Kleine als Geschäftsführerin bestellt. Sie ist aktuell Pächterin der Immobilie und betreibt das Hotel. Aufsichtsrat der Denk GmbH ist wiederum Richard Böhmann. Klingt kompliziert, ist es wohl auch.

Tanja Kleine jedenfalls ist sich sicher, dass das Hotel Eichenhof weiter betrieben wird. „Ich habe einen entsprechenden Pachtvertrag“, sagte sie auf Anfrage unserer Zeitung.

Eigentümer der Immobilie ist nach Informationen dieser Zeitung weiterhin Marcus Denk. Der bestätigte auch auf Anfrage, dass er das Gebäudeensemble verkaufen möchte, zu weiteren Fragen gab er keinen Kommentar.

Richard Böhmann wiederum bezeichnet sich als Investor. „Ich habe in die Gebäude investiert und bin im Grundbuch eingetragen“, erklärte er. Komplizierte und für Außenstehende schwer durchschaubare Eigentumsverhältnisse.

Bei dem Anwesen handelt es sich um die ehemalige Hofstelle Topphoff-Kaup aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das 1990 zu einem Hotel umgebaut wurde. Sämtliche Gebäude sind im tragenden Fachwerk errichtet und werden als Seminarhotel genutzt. Die westliche Front, die südöstliche Traufseite des Haupthauses und der Speicher stehen laut Immobilienhändler unter Denkmalschutz. Insgesamt hat das Hotel 34 Zimmer, vier Seminarräume, eine große Diele, einen Frühstücksraum und eine Upkammer. Kaminraum und die Upkammer werden für die Gastronomie genutzt.

Im vergangenen Jahr wurde die Erweiterung des Hotels beantragt. Dafür sollte ein städtisches Grundstück gekauft werden. Aber dieses Vorhaben wird scheinbar aktuell nicht mehr verfolgt.

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