Am meisten Geld wird in Block D verlangt
Baugrundstücke deutlich teurer

Reckenfeld -

Grundstücke haben in Reckenfeld zum Teil erheblich an Wert zugelegt – innerhalb zweier Jahre um bis zu 36 Prozent. Zuvor waren die Preise einige Jahre lang stabil geblieben oder allenfalls moderat gestiegen. Damit scheint nun Schluss zu sein.

Mittwoch, 27.03.2019, 20:45 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 20:50 Uhr
Reckenfeld wächst, unter anderm rund um die neue Outlaw-Kita (hier ein Bild aus der Bauphase). Doch das knappe Angebot an Bauland führt zu steigenden Preisen.
Reckenfeld wächst, unter anderm rund um die neue Outlaw-Kita (hier ein Bild aus der Bauphase). Doch das knappe Angebot an Bauland führt zu steigenden Preisen. Foto: Rosemarie Bechtel

In Block A etwa kostet ein Quadratmeter baureifes Bauland nicht mehr 110 Euro im Schnitt (wie noch 2017), sondern aktuell 150 Euro. Hier macht sich sicher die relative Nähe zur Ortsmitte und den dortigen Infrastruktureinrichtungen bemerkbar. Im Block B stiegen die Durchschnittspreise von 120 auf 140 Euro, entlang des Grünen Grundes von 110 auf 130 Euro (jeweils Vergleich 2017 zu 2019). Die Werte hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Steinfurt veröffentlicht.

Im Block B muss man pro Quadratmeter inzwischen mit rund 150 Euro rechnen (zuvor 120), im Block D gar mit 160 Euro (zuvor ebenfalls 120). Teuerer ist Reckenfeld nirgendwo sonst. Selbst in der Ortsmitte nicht.

Dort werden Grundstücke (so verfügbar) für 130 bis 140 Euro pro Quadratmeter gehandelt (zehn Euro mehr als zuvor).

Am günstigsten sind Grundstücke weiterhin zwischen Grundschule und Jägerweg. Rund um Schwester-Dora-, Auguste-Stablein-Straße und Co. kann man für 120 Euro pro Quadratmeter fündig werden (zuvor 110).

Wenn – und das ist der Knackpunkt – denn überhaupt Grundstücke auf den Markt kommen. Die sind in Reckenfeld seit Jahren Mangelware – und eben dieser Umstand dürfte für die steigenden Preise wesentlich mitverantwortlich sein.

Reckenfelder werden selbstbewusst einwerfen, dass die steigenden Preise natürlich als Beleg zu werten sind, dass Reckenfeld ein attraktives Wohnumfeld bietet – was nicht von der Hand zu weisen ist, denn die Versorgung mit Infrastruktur-Einrichtungen (Ärzte, Handel, Gastronomie etc.) ist durchaus überzeugend. Ausnahme: Um eine weiterführende Schule besuchen zu können, müssen Reckenfelder Schüler nach Greven, Emsdetten oder in andere Orte fahren.

Auch die große Zahl an neu entstehenden Arbeitsplätzen in Greven und Reckenfeld (Fiege, Hermes und Co.) dürfte Auswirkungen auf die Baulandpreise haben. Nicht nur Häuslebauer schauen sich nach geeigneten Flächen um, sondern auch Investoren, die den überhitzten Mietwohnungsmarkt nutzen, um freie Fläche (oder eben bebaute, die dann frei gemacht werden) mit Mehrparteien-Häusern zu bebauen.

Nicht zuletzt dürfte auch die Situation in Greven Auswirkungen haben. Dort sind bis auf die Wöste im Grunde keine zusammenhängenden Flächen mehr verfügbar, auf denen gebaut werden könnte. Der Nachverdichtung kommt eine immer höhere Bedeutung zu, was wiederum die wenigen verfügbaren Grundstücke wertvoller macht.

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