Planungen für den 4. Bauabschnitt Baugebiet Wöste laufen
Bald ist nur noch Platz für Wasser

Greven -

Inzwischen wohnen schon viele Menschen im Baugebiet Wöste. Mittlerweile sind die Häuslebauer im Bauabschnitt 3 aktiv. Auch dort sind die Grundstücke mittlerweile ausverkauft. Und aktuell läuft das Umlegeverfahren für den letzten Bauabschnitt mit rund 80 Grundstücken.

Donnerstag, 28.03.2019, 11:46 Uhr aktualisiert: 28.03.2019, 11:50 Uhr
Der Blick auf das Baugebiet Wöste vom Süd-Osten. Für die Grundstücke des vierten Bauabschnittes (rechts) läuft das Umlegeverfahren. Die Rönne mit ihrem enormen „Flussbett“ soll künftig bei möglichen Starkregen-Ereignissen dem Wasser ausreichend Platz bieten.
Der Blick auf das Baugebiet Wöste vom Süd-Osten. Für die Grundstücke des vierten Bauabschnittes (rechts) läuft das Umlegeverfahren. Die Rönne mit ihrem enormen „Flussbett“ soll künftig bei möglichen Starkregen-Ereignissen dem Wasser ausreichend Platz bieten. Foto: Wilfried Gerharz

Für ehemalige Grevener, die ein paar Jahre nicht vor Ort waren, ist das alles nicht zu glauben. Da, wo vor ein paar Jahren die Bauern noch fleißig ihrem Job nachgingen, ist ein völlig neuer Stadtteil entstanden. Die Wöste wächst im Rekordtempo. Und momentan ist nichts mehr zu bekommen. „Die Grundstücke des dritten Bauabschnittes sind schon lange weg“, erklärt Immobilienmakler Wilfried Roth, der einen Großteil der Grundstücke vermarktet.

Aber: Ein bisschen was kommt ja noch: Immerhin rund 80 Grundstücke gibt es noch im vierten Bauabschnitt. „Da läuft derzeit das Umlegeverfahren“, erklärt Roth. Er rechnet damit, dass diese Grundstücke ab dem Herbst vermarktet werden können.

Die Vermarktung selbst sieht er unproblematisch. „Es gibt schon eine anständige Liste von Interessierten.“ Und das sei auch kein Wunder. „Die Zinsen für Baukredite sind noch einmal zurückgegangen, da kann sich fast jeder den Hausbau leisten“, verdeutlicht Roth.

Ein Großteil der Bauherren seien junge Leute um die 30 Jahre mit Kindern. „Rund 60 Prozent sind Grevener.“

Aber natürlich seien auch viele Häuslebauer aus Münster dabei. „Greven ist für Münsteraner aufgrund der geringen Entfernung und der guten Anbindung einfach sehr interessant“, erklärt Roth. Da sei es einfacher und schneller, von Greven nach Münster zu kommen als von Hiltrup in die münsterische Innenstadt.

Einziger Wermuts-Tropfen derzeit: „Die Baupreise ziehen an, die Handwerker haben die Auftragsbücher mehr als voll.“ Es sei derzeit sehr schwer, auch nur einen Handwerker zu bekommen.

Derweil laufen für den zweiten Bauabschnitt die Endausbau-Arbeiten. „Außerdem werden derzeit die Dämme und der Lärmschutzwall bepflanzt“, sagt Klaus Feldmann von den Technischen Betrieben Greven (TBG). Die Baustraßen und die Kanalisation für den dritten Bauabschnitt seien fertig. „Die Häuslebauer sind seit dem Frühjahr zugange.“ Parallel würden die Planungen für den vierten Bauabschnitt laufen. „Wenn es gut läuft, können wir nach den Sommerferien dort mit den Erschließungsarbeiten anfangen.“

Bleibt noch die Rönne. Für dieses kleine Bächlein wurde ein enorm großes Bett hergestellt. „Das ist natürlich mit Absicht so gemacht worden“, verdeutlicht Feldmann. Dieses große Bachbett sei als Rückhalte-Volumen im Falle von Starkregen vorgesehen.

Und was passiert nach dem vierten Bauabschnitt? Wird es neue Baugebiete in Greven geben oder wird es bei dem Status-Quo belassen? Darüber müssen sich Verantwortliche der Stadtverwaltung und der Politik möglichst schnell Gedanken machen.

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