Statistik über Schulabschlüsse
Mädels sind einfach schlauer

Greven -

Fragt man die Jungs, woran das liegt, kommt häufig eine klare Ansage: „Mädchen sind eben Streber.“ Mag sein, aber: Sie sind oft auch besser als die Jungs. Das lässt sich an den Zahlen ablesen, die Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt jetzt veröffentlicht hat.

Freitag, 29.03.2019, 06:04 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 06:10 Uhr
Schülerinnen erlangen prozentual deutlich bessere Schulabschlüsse als die männlichen Kollegen.
Schülerinnen erlangen prozentual deutlich bessere Schulabschlüsse als die männlichen Kollegen. Foto: A2625 Roland Holschneider

Denn klar ist: Je höher der Schulabschluss ausfällt, umso höher ist der Anteil der Mädchen. „Im Sommer 2018 lag an den allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen der Mädchenanteil an allen Absolventen mit Hochschulreife bei 54,8 Prozent“, schreiben die Statistiker. Und in Greven ist dieser Anteil sogar noch höher, nämlich bei 60,6 Prozent. In Zahlen sind dies 127 weibliche Schüler mit Abitur.

Noch krasser sind die Unterschiede bei den Schülern, die zum Ende des vergangenen Schuljahres die Fachhochschulreife erlangt haben. Da beträgt der Mädchenanteil gar 75 Prozent. In realen Zahlen sind dies allerdings nur vier Mädels und dementsprechend tendiert hier die Aussagekraft gegen null.

Schaut man aber auf die Absolventen mit Hauptschulabschluss, wird die Aussage oben bestätigt. 61 Mädels haben diesen Abschluss erreicht, umgerechnet ist dies ein Anteil von nur 34,4 Prozent. Bei der Fachoberschulreife sind 159 Mädchen vertreten. Ein Anteil von 37,7 Prozent.

Insgesamt beendeten 351 Schülerinnen das vergangene Schuljahr mit einem Abschluss. Das ergibt einen Anteil von 45,8 Prozent an allen Schülern.

Das sind sogar noch weniger als im Landesdurchschnitt. Denn laut IT.NRW verließen im Sommer 2018 insgesamt 189 198 Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen. Auch im vergangenen Jahr beendeten wieder weniger Mädchen (92 526; 48,9 Prozent) als Jungen (96 672; 51,1 Prozent) die Schule.

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