Aktion Grevener Landwirte
Gratis-Gabe soll Türen öffnen

Greven -

Grevener Landwirte und die „Biogas Greven eG“ bringen gerade Hunderte Tütchen mit Samen für blühende Pflanzen in Umlauf – gratis. Sie wollen so dazu animieren, Bienenweiden anzulegen und den bedrohten Tieren zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen.

Mittwoch, 03.04.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 14:20 Uhr
Grevener Landwirte bringen gerade Saatmischungen für Bienenweiden unters Volk. Sie liegen im Raiffeisen-Markt zur kostenlosen Mitnahme aus.
Grevener Landwirte bringen gerade Saatmischungen für Bienenweiden unters Volk. Sie liegen im Raiffeisen-Markt zur kostenlosen Mitnahme aus. Foto: Oliver Hengst

„Blühende Heimat“ steht auf dem Aufkleber. Er ziert ein kleines Kunststofftütchen, darin: eine Handvoll Saatmischung. Grevener Landwirte und die „Biogas Greven eG“ bringen gerade Hunderte dieser Tütchen in Umlauf – gratis. Sie wollen so dazu animieren, Bienenweiden anzulegen und den bedrohten Tieren zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen.

Aktuell, erläutert Landwirt Bernhard Averbeck, habe man 600 dieser Tütchen fertig, doch das muss längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Bis zu 2000 davon wollen wir verteilen.“ Man müsse aber zunächst die Resonanz abwarten.

Die Samentüten liegen im Raiffeisen-Markt an der Nordwalder Straße zur Mitnahme aus. „Wir wollen über diese Aktion mit den Menschen ins Gespräch kommen. Das ist das beste, was der Landwirtschaft passieren könnte“, sagt Averbeck. Es gebe viele Vorurteile und Fehlinformationen über das, was Landwirte auf den Feldern und in den Ställen tun. Eines dieser Vorurteile: Biogasanlagen leisten einer Mais-Monokultur Vorschub. „Das kann ich so nicht erkennen“, sagt Averbeck. Der größte Teil des angebauten Maises werde verfüttert und mitnichten in Biogasanlagen verarbeitet. Bei der Entscheidung darüber, was auf den Feldern angebaut werde, gehe es nicht zuletzt um wirtschaftliche Gesichtspunkte. Themen, über die die Landwirte gerne mit den Verbrauchen sprechen möchten. Die Bienenweiden-Aktion soll dafür Türen öffnen.

Vorgesehen ist, dass Gartenbesitzer die Blumensamen nutzen, um ein Beet oder besser gleich eine ganze Wiese anzulegen. „Wer das nicht kann, weil er zum Beispiel im vierten Stock wohnt, kann einen Acker von uns nutzen“, sagt Averbeck. An der Biogasanlage an der Schmedehausener Straße gebe es ein dafür vorgesehenes Teilstück. Averbeck und seine Mitstreiter hoffen darauf, dass insbesondere Familien mit Kindern die Chance nutzen, den Landwirten einen Besuch abzustatten. Im Rahmen eines Ausfluges können die Wiesen-Paten die Samen auf dem Acker einsäen. Wer daran Interesse hat, sollte sich bis zum 26. April melden unter ✆ 02571/58 67 914 oder ✆ 0170/76 28 620.

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