Otmar Alt in der „Marien-Kunst-Schule“
Ein Künstler zum Anfassen

Greven -

Sämtliche Briefköpfe und Visitenkarten müssen geändert werden. Kurzerhand erklärte Otmar Alt die Mariengrundschule zur „Marien-Kunst-Schule“. Er darf das, er ist Künstler und Querdenker.

Donnerstag, 04.04.2019, 17:53 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 18:01 Uhr
Im Rahmen ihrer Projektwoche gestalten die Kinder unter anderem eine von der Schreinerei Holtmann gespendete Bank. Otmar Alt ließ sich nicht zweimal bitten, als Marita Lödde-Wilken (rechts) ihn bat, die Bank zu signieren.
Im Rahmen ihrer Projektwoche gestalten die Kinder unter anderem eine von der Schreinerei Holtmann gespendete Bank. Otmar Alt ließ sich nicht zweimal bitten, als Marita Lödde-Wilken (rechts) ihn bat, die Bank zu signieren. Foto: Oliver Hengst

Ihm nimmt man es auch nicht krumm, wenn er sich im Konferenzzimmer der Schule eine Pfeife anzündet. Also macht er es einfach.

Der Besuch des prominenten Künstlers am Donnerstag in der Mariengrundschule gerät für die Kinder beinahe zum Spektakel. Mit ehrfürchtigen Blicken verfolgen sie jeden seiner Schritte und hängen an seinen Lippen, wenn er spricht. Man hätte Neymar oder Beyonce schicken können und die Kinder hätten kaum beeindruckter sein können.

Otmar Alt selbst macht im Vorgespräch kein Geheimnis daraus, dass er der Begegnung mit den Kindern durchaus respektvoll entgegensieht. „Es ist aufregend, die Kinder mitzunehmen auf einen Spaziergang durch die Kunst, die Kreativität, das Leben“, sagt er unserer Zeitung. Er sei aber unsicher, ob er als fast 80-Jähriger den Bedürfnissen der wuseligen Kinder entsprechen könne. Ob echte Sorge oder ein bisschen Koketterie – die Kinder merken nichts davon. Für sie ist das Treffen eine überaus spannende Erfahrung.

Für die Schule, auch für Leiterin Marita Lödde-Wilken und Birgit Schulte-Altedorneburg, die den Kontakt zu Otmar Alts Agentur hergestellt hat, ist der Besuch eine riesige Wertschätzung. Und stolz zeigen sie ihm in den Klassen, was dort gerade entsteht: Skulpturen, Bilder, Buchstaben, Trickfilme und Theaterstücke, alles von Otmar Alts Kunst inspiriert.

Als er sich ganz selbstverständlich zu den Kindern setzt, mal hier ein bisschen Farbe aufträgt, mal dort nachfragt, mal zwischendurch Autogramme gibt, ist der Respekt der Kinder fast mit Händen zu greifen.

Vorab in der Aula nutzen sie die Chance, ihre ganze eigenen Fragen loszuwerden. Etwa diese: Ob er jemals Langeweile habe (Nein) und warum Menschen in seinen Werken ganz unterschiedliche Dinge sehen („Weil es für meine Bilder nicht nur eine Lösung gibt.“)

Wichtig ist ihm, die Kinder zu Phantasie, Offenheit und – ja, auch Querdenkertum zu ermuntern. „Man muss immer wieder neu auf die Dinge schauen und sich anstecken lassen.“ Die Kinder (und nicht nur die) sollten mit offenen Augen durchs Leben gehen, neugierig und mutig sein. „Versuche sind sehr, sehr wichtig im Leben.“

Künstler Otmar Alt in der Mariengrundschule

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