Planungen zur Umgestaltung der Rathausstraße
Dreireihige Allee und zwei Plätze

Greven -

Die Pläne, die da gezeigt wurden, erzeugten doch eine gewisse Vorfreude. Am Donnerstagabend hatte die Verwaltung zu einer Bürgerinformation zur Neugestaltung der Rathausstraße geladen. Die Resonanz war aber mehr als mager. Gerade einmal 20 Grevener kamen, um sich das Projekt im Herzen der Stadt anzuschauen.

Freitag, 05.04.2019, 17:03 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 17:50 Uhr
Vom Hallenbadkreisel (links) bis zum Völkerballkreisel (rechts) soll die Rathausstraße neu gestaltet werden. Auffälligster Bestandteil der neuen Straße sind die Bäume, die der Straße einen Allee-Charakter verleihen soll. An den Kreuzungsbereichen zur Martinistraße und zur Marktstraße sind Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten geplant.
Vom Hallenbadkreisel (links) bis zum Völkerballkreisel (rechts) soll die Rathausstraße neu gestaltet werden. Auffälligster Bestandteil der neuen Straße sind die Bäume, die der Straße einen Allee-Charakter verleihen soll. An den Kreuzungsbereichen zur Martinistraße und zur Marktstraße sind Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten geplant. Foto: Peter Beckmann

Gleich zu Beginn zeigte Matthias Herding, Fachdienstleiter Stadtentwicklung, auf, was mit der Neugestaltung erreicht werden soll. „Wir wollen die beiden Straßen der Fußgängerzone besser miteinander verbinden, wir wollen verkehrsbegrenzend wirken und wir wollen die Rathausstraße als Bestandteil der Innenstadt aufwerten“, sagte er. Außerdem soll möglichst viel Grün in die Stadt kommen.

Der Plan, der auch schon im Rahmen des Frühlingsfestes der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sieht als ein wichtiges Element eine „dreireihige Allee“ vor. Der aufgepflasterte Mittelstreifen, der ein Überqueren der Straße oft verhindert, wird entfernt. „Wir wollen die Straße für den Autoverkehr unkomfortabler machen und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer schaffen“, verdeutlichte André Kintrup, Geschäftsbereichsleiter Verkehr und Grün beim TBG.

Die Spurbreite für die Fahrzeuge beträgt 4,25 Meter, Rad- und Autoverkehr verlaufen auf einer Ebene. Die Fußgängerbereiche werden breiter. In der Mitte der Fahrbahn wird eine 2,50 Meter breite Furt mit Platz für Bäume angelegt.

Im Bereich der Martinistraße und im Bereich der Marktstraße sind Aufenthaltsbereiche – so genannte Stadtplätze – geplant. Und besonders im Bereich zwischen Markt- und Alter Münsterstraße wird Wert auf Barrierefreiheit gelegt. „Die Hochbeete und die Treppenstufen werden abgebaut. „Zwischen den beiden Fußgängerzonen wird ein Zebrastreifen so schräg wie möglich platziert.“ Im weiteren Verlauf sind weitere zwei Zebrastreifen angedacht.

Diskutiert wurde vor allem über den angedachten Kreisverkehr mit der Lindenstraße. Aber Kintrup zerstreute die Sicherheitsbedenken. „Kreisverkehre sind sicherer, als jede Ampel nur sein kann. Wenn dann mal die Schüler Schulschluss haben und zum Busbahnhof strömen, dann müssen die Autos eben mal warten.“

Und natürlich ging es um die Kosten. Nach Abzug der diversen Fördermittel muss die Stadt für den Umbau, der insgesamt über zwei Millionen Euro kostet, 500 00 Euro aus dem Stadtsäckel begleichen. Hinzu kommen die Straßenbaubeiträge, die die Stadt, genau wie die weiteren Anlieger bezahlen muss.

Die zu ermitteln ist nicht wirklich einfach und nur schwer zu verstehen. Dabei geht es um Grundstückgröße, Vollgeschosse und Kerngebiet. Pro Quadratmeter der „modifizierten Grundstücksfläche“ werden nach ersten Berechnungen elf Euro pro Quadratmeter fällig. Eine Beispielrechnung: Für ein 800 Quadratmeter großes Grundstück mit einem Haus mit vier Vollgeschossen werden in etwa 20 000 Euro Straßenbaubeitrag fällig. Allein die Stadt muss als einer der 21 Anlieger 175 000 Euro berappen.

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