Kommentar
Kandidat für den Bagger

Und wieder wird es Proteste geben, wenn die Marien-Kirche in gar nicht so ferner Zeit nicht mehr als Gotteshaus dienen wird. Das sind Emotionen, die aber von der Realität schon lange überholt wurden. Natürlich wird den Gemeindemitgliedern die Kirche fehlen. Aber es zeigte sich immer mehr, dass die Kirchengemeinden immer mehr überaltern, die Mitglieder wegsterben und kaum noch etwas nachkommt. Eine Kirche erhalten für eine Hand voll Gläubige – das kann sich auch eine Kirchengemeinde oder das vermeintlich reiche Bistum nicht leisten.

Montag, 08.04.2019, 15:02 Uhr

Vielen wird diese kühle kaufmännische Rechnung weh tun, aber der Zug ist schon lange abgefahren, ohne dass Jemand versucht hat, zu bremsen.

Und das Gebäude selbst? Von Seiten der Gemeinde wird zwar Optimismus verbreitet, dass da ein Investor gefunden werden könnte, der das Gebäude für was auch immer nutzen möchte. Aber mal ehrlich: Wer soll das denn sein? Wie soll so ein großes Gebäude, das energetisch eine einzige Katastrophe ist, denn genutzt werden?

E s ist klar: Niemand mag es gerne laut aussprechen. Aber auch die Marien-Kirche ist ein Kandidat für den Abrissbagger. Früher oder später.

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