Plaktierung zur Europawahl
Wahlplakate zerstört: gezielte Aktion gegen die CDU?

Reckenfeld -

Spuren von Vandalismus: Unbekannte Täter haben in Reckenfeld einige Wahlplakate der CDU zur Europawahl beschädigt. Dafür haben sie einigen Aufwand in Kauf genommen. Die Polizei sucht Zeugen, um die Vandalen zur Rechenschaft ziehen zu können.

Mittwoch, 24.04.2019, 08:54 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 09:24 Uhr
Von einigen Wahlplakaten der CDU zur Europawahl ist gar nichts übrig geblieben, andere wurden nur zerrissen. Das große Wahlplakat von Markus Pieper wurde mit dem Aufkleber „Verräter“ verunstaltet.
Von einigen Wahlplakaten der CDU zur Europawahl ist gar nichts übrig geblieben, andere wurden nur zerrissen. Das große Wahlplakat von Markus Pieper wurde mit dem Aufkleber „Verräter“ verunstaltet. Foto: CDU

Was bringen eigentlich Wahlplakate? Nun, darüber kann man durchaus streiten. Derjenige, der über die Ostertage in Reckenfeld diverse Wahlplakate der CDU zerstört hat, vermutet anscheinend, dass er damit die CDU um einige Stimmen beraubt hat. Denn: „Menschen, die nur zerstören wollen, können das nicht gewesen sein“, vermutet Anika Stöcker, Vorsitzendes der CDU Reckenfeld.

Wie sie darauf kommt? „Unsere Plakate haben sehr hoch gehangen, um die Sicht im Verkehr nicht zu stören“, erklärt sie. Um diese zerstören zu können, habe man zumindest eine Leiter oder einen zweiten Mann benötigt. „Nur mal eben im Vorbeigehen wäre so etwas nicht möglich.“

Drittel aller Plakate zerstört

Am Donnerstag hatten die Reckenfelder CDUler die Wahlplakate aufgehängt. „Am Freitagmittag waren die Plakate kaputt“, erzählt Stöcker. Betroffen seien rund ein Drittel aller Plakate, hauptsächlich die, die an der Steinfurter Straße aufgehängt worden seien. Und in der Nacht von Freitag auf Samstag wurde dann das große Werbeplakat zur Europawahl von Markus Pieper mit einem Aufkleber „Verräter“ versehen. „Allein daran kann man erkennen, dass das eine geplante Aktion war“, erklärt Stöcker.

Plakate anderer Parteien seien im übrigen nach ihrer Wahrnehmung nicht von Vandalismus betroffen. „Die Linke haben ihre Plakate zum Beispiel auf Verkehrsinseln auf Kopfhöhe angebracht, das wäre viel einfacher gewesen, diese zu zerstören. „Auch daran kann man sehen, dass das nicht irgendwelche Betrunkenen gewesen sind, die einfach mal etwas kaputt machen wollten.“

Hoher finanzieller Schaden

Für Stöker ist das alles nicht nachvollziehbar. „Das Plakat aufhängen ist eine schwere Arbeit, die nur wir ehrenamtlichen Politiker machen.“ Außerdem sei der finanzielle Schaden recht hoch. „Da kommen schnell 500 Euro zusammen.“ Und nicht zuletzt veränderten die Täter mit solchen idiotischen Aktionen sicherlich kein Wahlergebnis.

Nicht zuletzt deswegen habe man Strafanzeige gestellt. Außerdem setzt die Partei 100 Euro Belohnung aus für Zeugen, die nähere Angaben machen können.

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