Workshop für Maskenbildnerinnen der Freilichtbühne
Schrittweise zur Hexennase

Reckenfeld -

Was zeichnet eine Hexe aus? Natürlich eine auffällige, hakenartige Warzennase. Wie man so eine Nase klassisch herstellt, konnten jetzt interessierte Bühnenmitglieder in einem zweitägigen Workshop lernen.

Montag, 06.05.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 16:08 Uhr
Das Gesicht in Gips und immer wieder Wartezeiten: Der Weg zur Hexennase ist mit viel Zeitaufwand verbunden. Das zeigte die ehemalige Leiterin der Maske, Carla Meijer (Mitte).
Das Gesicht in Gips und immer wieder Wartezeiten: Der Weg zur Hexennase ist mit viel Zeitaufwand verbunden. Das zeigte die ehemalige Leiterin der Maske, Carla Meijer (Mitte). Foto: Rosemarie Bechtel

Die ehemalige Leiterin der Maske, Carla Meijer, zeigte den jungen Maskenbildnerinnen und ihrer Nachfolgerin Annett Boy, wie das geht.

 Die kleine Hexe und die Muhme Rumpel bekommen die hier per Hand selbst hergestellten Nasen. „Da auch diese Rollen doppelt besetzt sind, mussten wir vier Nasen erstellen. Angefangen wurde mit einem Gipsabdruck vom Gesicht. Dazu musste das Gesicht erst einmal mit feuchten Gipsbinden überklebt werden. Dann heißt es, warten bis der Gips trocken ist, und erst dann kann diese Maske abgenommen werden.“ Carla Meijer hat im Laufe ihrer Zeit als Maskenbildnerin unzählige Nasen selbst und mit viel Zeitaufwand hergestellt. Die jungen Leute, die am Workshop teilnehmen, profitieren von ihren Erfahrungen.

Im nächsten Schritt werden die Masken dann mit Gips ausgegossen, um ein Positiv zu erhalten. Auf diesem wird dann aus Knetmasse eine Nase geformt und zwar so, wie sie am Ende aussehen soll. Von dieser Knetmasse muss wiederum ein Gipsabdruck erstellt werden. Dazu wird Reliefgießgips in ein breites Gefäß gegeben und die Nase dort hinein getaucht. Dieses Material muss wieder erhärten, und erst dann kann man den fertigen Abdruck mit Gummimilch, also flüssigem Silikon, ausgießen.

Die Teilnehmer hatten viel Spaß. Allerdings wird der Rest der Hexennasen zugekauft. „Das sind dann Gummibandnasen. Wir haben so viele Hexen, und alle Rollen sind doppelt besetzt. Da ist es leider nicht möglich, alle Nasen selbst herzustellen“, so Annett Boy. Alle freuen sich jedoch, dass Carla Meijer ihr Wissen an sie und das Team weiter gegeben hat.

Tag der offenen Bühne

Ach ja, wer mal erleben möchte, wie die Hexen & Co. geschminkt werden, wie eine Theaterprobe aussieht, einen Blick in die Kostümschneiderei, die Technik oder den Bühnenbau werfen möchte, der sollte sich schon einmal Sonntag, 12. Mai, vormerken. Dann findet der Tag der offenen Bühne statt. Natürlich mit viel Programm auf der Bühne, leckerem Kuchen, Kaffee, Bratwurst und Pommes, Kinderbelustigung und vielem mehr. Ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie am Muttertag.

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