Freilichtbühne vor dem Start in die Saison
Malerarbeiten und Durchlaufproben

Reckenfeld -

Ginge es nach den Zuschauern, könnte es gern schon losgehen. Doch noch müssen einige Szenen geprobt, Kulissen gemalt und Kostüme genäht werden. Doch bald, sehr bald, werden die Aktiven der Freilichtbühne Reckenfeld so weit sein. Müssen sie auch, denn am 25. Mai steht bereits die erste Premiere ins Haus.

Dienstag, 07.05.2019, 06:52 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 07:01 Uhr
Nicht nur, aber auch eine Werbung in Sachen Toleranz ist das Musical „Ein Käfig voller Narren“, das die Geschichte eines homosexuellen Paares erzählt.
Nicht nur, aber auch eine Werbung in Sachen Toleranz ist das Musical „Ein Käfig voller Narren“, das die Geschichte eines homosexuellen Paares erzählt. Foto: Freilichtbühne

Die Vorfreude scheint groß zu sein, wie der Vorverkauf belegt. „Die Vorbestellungen laufen gut für alle drei Stücke“, ist Bühnen-Geschäftsführerin Petra Niepel zufrieden. „Wir können uns nicht beklagen.“

Ein Kinderklassiker aus der Feder von Ottfried Preußler – das müsste eigentlich eine sichere Bank sein. „Die kleine Hexe“ (19 Termine ab dem 25. Mai) wird ihre Zuschauer finden, davon ist Petra Niepel überzeugt. Das schrill-bunte Musical „Käfig voller Narren“ (Premiere am 8. Juni) erzählt die Geschichte eines homosexuellen Paares – und wurde „nicht ganz zufällig ausgewählt“, wie die Geschäftsführerin bestätigt. Dass das Stück aufgeführt wird, darf auch als Werbung für mehr Toleranz verstanden werden. Aber es gab natürlich noch mehr Gründe, das Stück auszuwählen – allen voran schöne Musik und eine schöne Geschichte.

Eine Art Gegenpart bildet die „Pension Schöller“ (ab 2. August), ein Schauspiel eher traditioneller Prägung. Bestärkt durch die famose Resonanz auf „Tratsch im Treppenhaus“ nahm die Bühne für die Saison 2019 daher erneut eine klassische Komödie ins Programm auf. „So ist für jeden etwas dabei. Wobei es natürlich auch Besucher gibt, die sich mehrere Stücke ansehen“, weiß Petra Niepel aus Erfahrung.

Ergänzt wird das bühneneigene Programm durch zwei Gastspiele des Kabarett-Ensembles „DietutniX“ am 12./13. Juli.

Die Probenarbeit läuft seit Monaten. „Inzwischen ist jede Szene geprobt“, sagt die Bühnen-Managerin. „Jetzt geht es an die Durchlaufproben.“ Sprich: Nachdem bislang einzelne Szenen einstudiert wurden, geht es nun mehr und mehr darum, ein Stück komplett von A bis Z aufzuführen – nur eben ohne Publikum.

Auch die Kostüm- und Bühnenbauer-Teams biegen in diesen Tagen auf die Zielgerade ein. Beim Bühnenbau stehen schon Kulissen, etliche Malerarbeiten sind allerdings noch zu erledigen.

Beim Tag der offenen Bühne am kommenden Sonntag kann man den Aktiven live bei der Arbeit zuschauen: Wie entsteht ein Bühnenbild, was geschieht in der Schneiderei, welche Technik ist im Hintergrund nötig? Auf diese Fragen erhalten Besucher am Sonntag Antworten. Und natürlich werden traditionell auch einige Ausschnitte der Stücke präsentiert, so dass man einen ersten Eindruck von dem gewinnen kann, was in diesem Sommer auf der Bühne zu bewundern ist.

Wer Karten im Vorverlauf erwerben möchte, sollte sich auf eine Neuerung einstellen. Reservierte Karten müssen binnen 14 Tagen auch tatsächlich abgeholt werden, sonst verfallen sie. Es hat schon ausverkaufte Stücke gegeben, bei denen schließlich doch 100 Plätze frei blieben, weil die Karten an der Abendkasse nicht abgeholt wurden. „Das hat uns geärgert“, sagt Petra Niepel. Daher habe man auf das neue System umgestellt.

 

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