Aktionen zu Maria 2.0 auch in Greven
„Für und nicht gegen die Kirche“

Greven -

Im Rahmen der von Münsteraner Frauen ausgehenden Aktion „Maria 2.0“ hatten Grevenerinnen zu einer Andacht vor dem Südportal parallel zur Vorabendmesse eingeladen. Knapp 50 Frauen und Männer waren gekommen, um zu beten und zu singen.

Sonntag, 12.05.2019, 15:14 Uhr
Zu einer Andacht vor dem Südportal hatte eine Gruppe engagierter Frauen aus den verschiedensten Gremien um Claudia Sauer (zweite von rechts) und Brigitte Salmen (rechts) musikalisch unterstützt von Eva Hellner (dritte von rechts) am Samstag parallel zur Vorabendmesse eingeladen und knapp 50 Frauen UND Männer folgten dem Aufruf.
Zu einer Andacht vor dem Südportal hatte eine Gruppe engagierter Frauen aus den verschiedensten Gremien um Claudia Sauer (zweite von rechts) und Brigitte Salmen (rechts) musikalisch unterstützt von Eva Hellner (dritte von rechts) am Samstag parallel zur Vorabendmesse eingeladen und knapp 50 Frauen UND Männer folgten dem Aufruf. Foto: wkt

Kein Regen, sondern blauer Himmel und Sonnenschein unterstützte die Gruppe engagierter Frauen aus verschiedenen Gremien um Claudia Sauer und Brigitte Salmen am Samstag um 17.30 Uhr bei ihrer Aktion zu Maria 2.0. Oder wie eine Mitmacherin es ausdrückte: „Gott will das so, sonst hätte er Regen geschickt!“

Im Rahmen der von Münsteraner Frauen ausgehenden Aktion „Maria 2.0“, die sich gegen den Umgang mit dem Missbrauchsskandal wie gegen die Ausgrenzung von Frauen in der Kirche richtet, hatten die Grevenerinnen zu einer Andacht vor dem Südportal parallel zur Vorabendmesse eingeladen. Knapp 50 Frauen und Männer waren gekommen, um zu beten und zu singen.

Bei der Begrüßung betonte Brigitte Salmen: „Diese Aktion ist für und nicht gegen die Kirche.“ Im Rahmen der Andacht wechselten Lieder – musikalisch auf der Gitarre begleitet von Eva Hellner – Gebete und Texte wie die eindringlichen Frauenfragen von Andreas Knapp einander ab. Auch aus dem offenen und online bereits von mehr als 10 000 Menschen unterzeichneten Brief an Papst Franziskus wurde zitiert.

Ein gegenseitiger Segen aller Frauen und Männer als eine Handlung, die auch Frauen in der Kirche vornehmen dürfen, rundete die Andacht ab. Fast gleichzeitig mit der Vorabendmesse endete auch die Andacht, so dass sich noch die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Gespräch mit den Kirchgängern bot.

Gefragt nach ihrer Motivation zu dieser Andacht betonte auch Claudia Sauer: „Weil mir die Mitgliedschaft in der Kirche wichtig ist – das ist ja auch meine Heimat.“

Zuvor hatte der Familiensingkreis St. Martinus unter der Leitung von Brigitte Salmen beim Erstkommunions-Gottesdienst, nein, nicht gestreikt, aber ein Zeichen gesetzt. Der sonst immer individuell gekleidete Chor war dieses Mal aus Solidarität zur Aktion Maria 2.0 ganz in weiß aufgetreten. Und beim Einsingen vor dem Gottesdienst demonstrierten die Sängerinnen nach erklärenden Worten ihrer Chorleiterin an die Gemeinde eindrucksvoll, wie es ist, wenn Frauen und Mädchen beim Beginn des Liedes „Eingeladen zum Fest“ nicht mitsingen, sondern dem Publikum ihre zum Teil mit Maria 2.0 Logos geschmückten Rücken zudrehen.

Auch am Sonntagmorgen wurden die engagierten Frauen wieder aktiv und nahmen an der Mahnwache auf dem Münsteraner Domplatz teil. „Ein bewegendes Erlebnis“, erzählte eine der Teilnehmerinnen.

  www.mariazweipunktnull.de und https://weact.campact.de/petitions/offener-brief-an-papst-franziskus-aus-anlass-des-sondergipfels-uber-missbrauch-in-der-kirche

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