Nach ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst"
20 Hinweise zum Raubüberfall auf Grevener Rentner

Greven -

Der brutale Überfall auf einen 82-jährigen Rentner im September 2018 in Greven war jetzt Thema in der ZDF-Fahndungsshow  "Aktenzeichen XY... ungelöst". Direkt nach der Ausstrahlung gingen bei der Polizei zahlreiche Hinweise ein.

Donnerstag, 16.05.2019, 16:42 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 16:54 Uhr
„Aktenzeichen XY... ungelöst“ zeigt einen Beitrag über einen Raubüberfall am 28. September 2018 in Greven.
„Aktenzeichen XY... ungelöst“ zeigt einen Beitrag über einen Raubüberfall am 28. September 2018 in Greven. Foto: Gunnar A. Pier

Etwa 20 Hinweise im Zusammenhang mit dem Überfall auf einen 82-jährigen Rentner in seinem Haus in Greven sind nach der  "Aktenzeichen XY... ungelöst"-Sendung am Mittwoch im ZDF eingegangen. „Wir gehen jedem Hinweis nach“, sagte am Donnerstag Polizei-Pressesprecher Reiner Schöttler in Steinfurt.

Der Großteil der Hinweise sei direkt nach der Sendung in München angekommen, so Schöttler. Mehr als eine Handvoll Anrufer meldete sich aber auch danach noch bei der Polizeidienststelle in Steinfurt.

In der bundesweit ausgestrahlten Folge von  "Aktenzeichen XY... ungelöst" stellten Jannick Roling von der Polizei Steinfurt und Moderator Rudi Cerne den Fall dar, bei dem am 28. September 2018 vier Täter in das Einfamilienhaus des 82-jährigen am Schwarzen Weg in Greven eingedrungen waren. Er wohnte dort mit seinem 57-jährigen Sohn allein – aber der war an diesem Abend bei einem Fußballspiel von Preußen Münster.

Die Täter hatten den Mann anschließend bedroht, geschlagen und eine Kellertreppen hinuntergezogen. Sie bedrohten ihn außerdem mit einem mitgebrachten Schrauberzieher. Das Werkzeug war auch in der  "Aktenzeichen XY... ungelöst"-Sendung zu sehen.

Raubüberfall auf 82-jährigen Grevener bei "Aktenzeichen XY... ungelöst"

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  • Am 15. Mai 2019 zeigt die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen Beitrag über einen Raubüberfall am 28. September 2018 in Greven. Das 82-jährige Opfer - dargestellt von Schauspieler Claus Wilcke - wird in seiner eigenen Wohnung überfallen und brutal misshandelt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Studio: Jannick Roling von der Polizei Steinfurt und Moderator Rudi Cerne.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auf einer Karte wurde der Tatort am Schwarzen Weg in Greven gezeigt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 15. Mai 2019 zeigt die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen Beitrag über einen Raubüberfall am 28. September 2018 in Greven. Das 82-jährige Opfer - dargestellt von Schauspieler Claus Wilcke - wird in seiner eigenen Wohnung überfallen und brutal misshandelt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 15. Mai 2019 zeigt die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen Beitrag über einen Raubüberfall am 28. September 2018 in Greven. Das 82-jährige Opfer - dargestellt von Schauspieler Claus Wilcke - wird in seiner eigenen Wohnung überfallen und brutal misshandelt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Studio: Jannick Roling von der Polizei Steinfurt und Moderator Rudi Cerne.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Tatwerkzeug: ein Schraubenzieher.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine nachgestellte Szene: Für die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ schlüpfte Schauspieler Claus Wilcke (rechts) in die Rolle des Grevener Raubopfers Kurt D.

    Foto: ZDF/SaskiaPavekP

Mit der Tat an einem normalen Freitagabend gegen 20.40 Uhr wollten sie von dem Opfer Geld erpressen.

Mit schweren Kopfverletzungen wurde der Mann im Keller gefunden, nachdem Nachbarn Verdacht geschöpft und die Polizei gerufen hatten. Die Täter hatten zuvor Bargeld gefunden und das Opfer gefesselt zurückgelassen, wie er in dieser Woche im Gespräch mit unserer Zeitung schilderte [MZ+].

„Eine Tat mit derartiger Brutalität“, sagte Reiner Schöttler, „ist bei uns schon außergewöhnlich.“ Normalerweise würden Einbrecher möglichst schnell das Weite suchen, wenn ein Hausbewohner auftauche. Der Kreis Steinfurt sei selten in "Aktenzeichen-XY"-Sendungen, zuletzt bei dem Fund einer Leiche in einem ausgebrannten Auto am Kanal im Jahr 2015.

Die Täter, hieß es nach der Tat, sollen zwischen 30 und 40 Jahre alt gewesen sein, waren dunkel gekleidet, hatten teilweise die Oberbekleidung übers Kinn gezogen und trugen Baseballkappen. Sie sprachen gebrochen Deutsch.

In der Sendung wurde der Überfall filmisch nachgestellt. Am Ende sieht man den Überfallenen mit einer blutenden Kopfwunde im Keller liegen. „Wir versuchen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um der Täter habhaft zu werden“, sagt Polizeisprecher Rainer Schöttler, „teilweise werden Taten erst nach langer Zeit aufgeklärt.“ Eine Rolle spielt dabei heute oft die DNA-Analyse. Werden genetische Spuren eines Täters sichergestellt, kommt es gelegentlich vor, dass sich nach Jahren in anderen Zusammenhängen die Identität nachweisen lässt.

Nach dem Überfall hatten sich Opfer anderer Straftaten gemeldet, die einem ähnlichen Muster folgten. Es war aber keine heiße Spur dabei. Wer Hinweise geben hat, kann sich an die Kriminalpolizei in Steinfurt wenden: ✆ 02551/15-5678.

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