Reckenfelder Historie
Frühere Grenze wird ein Treffpunkt

Reckenfeld -

Ein 130 bis 140 Jahre alter Grenzstein er-strahlt in neuem Glanz und steht jetzt gut sichtbar gegenüber dem Max-Clemens-Kanal (MCK) in Reckenfeld (Ecke Ende Steinfurter Straße). Lange stand der Grenzstein unbeachtet und unscheinbar irgendwo an der Adlerstraße in Reckenfeld, bis Manfred Rech ihn entdeckte.

Montag, 20.05.2019, 20:33 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 20:40 Uhr
Darauf wird erstmal angestoßen: Klaus Schwenken und Klaus-Dieter Niepel (rechts) haben gemeinsam den historischen und sanierten Grenzstein enthüllt.
Darauf wird erstmal angestoßen: Klaus Schwenken und Klaus-Dieter Niepel (rechts) haben gemeinsam den historischen und sanierten Grenzstein enthüllt. Foto: Hans Bechtel

So ein Grenzstein ist eigentlich eine Grenzmarkierung zwischen zwei Landkreisen, die der Bevölkerung zeigen sollte, dass sie eine Kreisgrenze überschreiten. Der am Sonntag feierlich enthüllte, historische Grenzstein zeigte ursprünglich die Grenze zwischen dem Kreis Steinfurt und dem Kreis Münster an. „Ein Teil von Block B gehörte somit gar nicht zum Kreis Münster. Und deshalb gab es im Ort an den Fahrzeugen auch zwei Kennzeichen, die mit MS und die mit ST“, erläutert Klaus Schwenken, Vorsitzender des Reckenfelder Bürgervereins (ReBüVe). Erst 1974 wurde diese Teilung aufgehoben.

Feierlich enthüllte Schwenken gemeinsam mit ReBüVe-Mitbegründer Klaus-Dieter Niepel am Sonntagnachmittag den Stein im Beisein zahlreicher Gäste. Der Stein steht jetzt direkt neben der großen Infotafel, die den historischen Weg des Max-Clemens-Kanals beschreibt.

Historisches gibt es auch in Reckenfeld, deshalb haben Ferdi Mehl und Manfred Rech sich auch maßgeblich dafür eingesetzt, dass auf einer Seite dieser Tafel Informationen zur Reckenfelder Ortsgeschichte nachzulesen sind.

Nicht nur das: Spaziergänger und Radfahrer finden dank des aktiven Einsatzes des Reckenfelder Bürgervereins direkt neben Grenzstein und der Infotafel ein herrliches Rastplätzchen. In den letzten Tagen wurde fleißig gearbeitet, um Platz für zwei Bänke und ein Tischchen zu schaffen. Die Bänke wurden spontan von Manfred Scharpenberg sowie Monika und Christoph Jeiler gespendet. Weitere Sponsoren brachten sich für die Herrichtung des gepflasterten Platzes ein. Der Grenzstein daneben erstrahlt dank der Firma Häder (Steinmetz) in neuem Glanz.

Der eigentliche Grund, warum Reckenfeld entlang dieses historischen MCK-Radweges auf einer Seite eine eigene Infotafel erhalten hat, ist, dass der Walgenbach im direkten Zusammenhang mit dem MCK steht. „Der wurde zeitgleich während des Baus des Kanals mit ausgehoben“, erklärt Ortshistoriker Manfred Rech. Über den Zusammenhang zwischen dem MCK und dem Walgenbach soll in absehbarer Zeit eine Infotafel direkt an der kleinen Brücke, die am Marienfriedweg über den Bach führt, Auskunft geben.

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