Infoblatt zum Eichenprozessionsspinner
Sie spinnen schon wieder

Greven/Reckenfeld -

Es gab schon die ersten Funde und auch die ersten Einsätze in Greven. Über den Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS) informiert die Stadt Greven in einem Infoblatt, das auf der städtischen Homepage www.greven.net zu finden ist.

Mittwoch, 22.05.2019, 06:19 Uhr
Kann gefährlich sein: der Eichenprozessionsspinner.
Kann gefährlich sein: der Eichenprozessionsspinner. Foto: Bernd Schäfer

Seit Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner vom Niederrhein her kommend weiter in Richtung Norden aus. Witterungsabhängig sind die Raupen des Schmetterlings ab Anfang Mai bis in den Juli hinein hauptsächlich an Eichen zu finden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für Unbehagen sorgen dabei die Brennhaare der Raupen, die ein Nesselgift enthalten. Ein Kontakt mit den fast unsichtbaren Härchen kann bei Menschen und Tieren Hautausschläge sowie Brennen und Juckreiz auslösen. Seltener kommt es auch zu schwereren Reaktionen wie Atemwegsreizungen, Bindehautentzündungen oder Fieber. Im Gebiet des Kreises Steinfurt sind allerdings in den letzten Jahren keine Fälle von schweren allergischen Reaktionen bekannt geworden.

Eine Beseitigung der Nester des Eichenprozessionsspinners erfolgt an neuralgischen öffentlichen Plätzen im Innenstadtbereich, wie z.B. Schulen, Kindertagesstätten, Spiel-, Bolzplätzen, die eine Aufenthaltsfunktion bieten. Dabei werden die Gespinste durch eine Fachfirma abgesaugt. Wo die Fachkräfte wegen der Fülle der Arbeiten nicht sofort etwas gegen den EPS-Befall tun können, werden Warnschilder aufgestellt.

Gemeldete Nester werden nach dem Risikopotenzial bewertet, daran orientieren sich die entsprechenden Maßnahmen. Wesentliches Kriterium bei der Bekämpfung ist der Aspekt, wie stark Bereiche insbesondere von Kindern frequentiert werden. Im Außenbereich wird in der Regel nur durch eine Information auf den Befall hingewiesen. Eine Beseitigung erfolgt hier nur in begründeten Ausnahmefällen.

Privaten Grundstückseigentümern wird bei Befall dringend dazu geraten, eine Fachfirma mit der Beseitigung zu beauftragen.

Die Technischen Betriebe Greven sind bereits seit Anfang Mai dabei, die aus dem Vorjahr bekannten neuralgischen Plätze im Innenstadtbereich zu kontrollieren. An besonders sensiblen Stellen wurden bereits gesichtete EPS abgesaugt.

Wem lokal Bereiche an Spielplätzen, Schulen oder anderen öffentlichen Flächen auffallen, die stark vom EPS befallen sind und an denen noch keinerlei Maßnahmen ergriffen worden sind, kann dies bei der Stadt Greven melden. Bei städtischen Flächen ist der Baubetriebshof der Technischen Betriebe Greven (02571 809111) zuständig und bei privaten Bäumen die Ordnungsverwaltung (02571 920227).

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