Markt an der Schützenstraße kann jetzt vergrößert werden
Durchbruch für Edeka

Greven -

Der Edeka-Markt an der Schützenstraße kann erweitern. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, das in der Grevener Stadtverwaltung mit Vertretern des Regierungspräsidiums in Münster geführt wurde. „Da wurde der Knoten durchgeschlagen“, sagte der städtische Pressesprecher Wolfgang Jung.

Samstag, 01.06.2019, 20:31 Uhr aktualisiert: 01.06.2019, 20:40 Uhr
Größer und luftiger als der heutige Markt wird der neue Edeka-Markt an der Schützenstraße in einer Animation der Architekten.
Größer und luftiger als der heutige Markt wird der neue Edeka-Markt an der Schützenstraße in einer Animation der Architekten. Foto: Schlüter

Der Knoten, das war in der Vergangenheit die Definition des Einzugsgebiets für den Markt. Beim RP, klagt Architekt Bernd Schlüter, habe man einen Kreis um den Markt geschlagen – aber in Richtung Süden sei da eben nur die Ems gewesen.

Dass sich vor allem durch das Neubaugebiet Wöste die Lage grundlegend geändert hat, war in der Vergangenheit immer wieder angeführt worden. Das neue Baugebiet verfügt über keinen eigenen Nahversorger. Aber die Wegeverbindungen laufen in Grevens Süden deutlich auf den Markt an der Schützenstraße hin. „Die Stadt“, so Schlüter, „hat eine Zählung vorgelegt, wie viele Menschen dort tatsächlich wohnen – deutlich mehr als man angenommen hat.“

Ursprünglich hatte die Edeka-Gruppe Stroetmann den Markt von 700 auf 1500 Quadratmeter verdoppeln wollen. Der neue Kompromiss sehe jetzt eine Größe von 1240 Quadratmeter vor, erklärt Schlüter. Dazu komme eine Filiale der Bäckerei Essmann, die in das Sparkassengebäude an der Schützenstraße zieht. Dort werde es eine Verkaufstheke und ein Café geben, die auch sonntags geöffnet haben werden.

Besitzer und Planer des Edeka-Gebäudes ist das Architektenbüro Schlüter. Für die Erweiterung greift man auf bisher als Lager genutzte Räume zurück. „Es wird noch ein Bereich von fünf Metern angebaut“, erklärt Bernd Schlüter.

Hauptsächlich gewinnt der Laden seine neue Größe durch die Einbeziehung der alten Schuhfabrik Sahle – ein Stück Grevener Industriegeschichte mit Sheddach-Räumen (der klassischen Sägezahnform).

Das Lager werde im ehemaligen Fitnessstudio an der Münsterstraße untergebracht. Schlüter: „Wir wollen Vorhandenes aufgreifen und verbessern.“ Dafür muss aber zunächst einmal die Baugenehmigung beantragt werden – ein Verfahren, bei dem auch die Bürger beteiligt werden.

Über die Vergrößerung des Edeka-Geschäftes wird seit 2011 verhandelt. Zwischenzeitlich hatte es eine genehmigte Planung gegeben, die aber nicht realisiert wurde.

Der vorhandene Parkplatz wird sich durch den Umbau nicht wesentlich verändern, man werde allerdings die Aufteilung anpassen, heißt es von Bernd Schlüter, der sein Büro direkt über dem Edeka hat.

Als Anlieger ist er noch unzufrieden mit der Kreuzungssituation von Schützen- und Münsterstraße. Dort ist es oft unübersichtlich. Radwege münden auf unerfindliche Weise auf der Fahrbahn.

„Das wäre die richtige Stelle für einen kleinen Kreisverkehr“, sagt der Architekt, ähnlich wie an der Saerbecker Straße. Auch dort sorgen mehrere kleine Kreisverkehr dafür, den Verkehr flüssig zu halten.

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