Kommentar: Contra
Teuer und überzogen

In Paris, London, Ljubljana, Münster gibt es versenkbare Poller. Oft werden sie angefahren, überall haben viele Leute Schlüssel für die Ausnahme und man sieht Handwerker, Taxen, Anlieger davor, die am Poller verzweifeln. In Münster stehen sie am Domplatz, aber nicht an der Ludgeri- oder Salzstraße. Warum nicht? Weil es immer Notfälle geben kann.

Mittwoch, 05.06.2019, 09:00 Uhr

Klar, in Greven gibt es Lieferwagen zu unpassenden Zeiten in der Fußgängerzone. Das Problem für deren Fahrer ist, dass sie in den umliegenden Straßen nicht gut halten und ausladen können. Man sollte mal fragen, wie eine Stadt wie Ibbenbüren damit klar kommt. Da gibt es keine Poller und keine Probleme. Aber da geht man sehr freizügig mit Knöllchen für Falschparker um.

Hupende Lkw, gefährliche Situationen, rasende Verkehrssünder – ich bin jeden Tag in der Fußgängerzone unterwegs. Und ich habe das alles noch nie festgestellt. Aber um Zigtausend Euro zu verplempern, muss wohl so ein Bedrohungsszenario aufgebauscht werden. Grevens Politiker sollten sich lieber damit befassen, wie man die Innenstadt beleben kann. Zum Beispiel: Radfahren in der „Fußgängerzone“ erlauben. Oder die untere Martinistraße für Radler in Richtung KvG-Straße frei geben. Das kostet nichts.

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