Großeinsatz in Greven
Auto und Teile eines Schiffs-Führerstandes in Kanal gestürzt

Greven -

Erst kam die Brücke und dann das verheerende Malheur: Ein Tankschiff ist am Mittwochmorgen an dem alten, aber noch voll intakten Sperrwerk auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Fuestrup hängen geblieben – der Führerstand und ein Pkw stürzten in den Kanal. Ein Mensch soll dabei leicht verletzt worden sein, der Sachschaden ist deutlich sechsstellig.

Mittwoch, 05.06.2019, 10:12 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 16:50 Uhr
Großeinsatz in Greven: Auto und Teile eines Schiffs-Führerstandes in Kanal gestürzt
Foto: Keblat

Bereits gegen 7 Uhr am Mittwochmorgen soll es zu dem Vorfall auf dem Dortmund-Ems-Kanal gekommen sein: Ein Tankschiff, das in Richtung Münster unterwegs war, ist an dem zwar, nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes, rund 90 alten, aber noch voll intakten Sperrwerk hängen geblieben.

Erst hatte das Schiff die davor liegende Straßenbrücke der Fuestruper Straße problemlos passiert, doch an dem tieferliegenden Sperrwerk unterschätzte der Kapitän offensichtlich die Höhe seines Schiffes und dann geschah das Malheur: Der Führerstand wurde offenbar förmlich abgerissen, ein dahinterstehendes Auto verhakte sich möglicherweise auch in Folge eines sofortigen Maschinenstopps erst an dem Stahlbauwerk und stürzte schließlich ebenso wie Teile des Schiffs in das Kanalbecken.

Besatzungsmitglied leicht verletzt

Ein Besatzungsmitglied erlitt nach Angaben der Feuerwehr Münster leichte Verletzungen, konnte jedoch an Bord verbleiben. Die zuerst alarmierten Kräfte der Berufsfeuerwehr Münster fanden zwar das Schiff auf Münstaner Gebiet vor, nicht aber die eigentliche Unfallstelle, woraufhin die Feuerwehr Greven alarmiert wurde, die wiederum weitere Spezialkräfte der Feuerwehr Rheine und der DLRG anforderte – ebenso wie den Kranwagen und weitere Kräfte der Feuerwehr Münster.

Großeinsatz am Kanal

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  • Erst kam die Brücke und dann das verheerende Malheur:

    Foto: Jens Keblat
  • Ein Tankschiff ist am Mittwochmorgen an dem alten, aber noch voll intakten Sperrwerk auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Fuestrup hängen geblieben – der Führerstand und ein Pkw stürzten in den Kanal.

    Foto: Jens Keblat
  • Ein Mensch soll dabei leicht verletzt worden sein, der Sachschaden ist deutlich sechsstellig.

    Foto: Jens Keblat
  • Bereits gegen 7 Uhr am Mittwochmorgen soll es zu dem Vorfall auf dem Dortmund-Ems-Kanal gekommen sein.

    Foto: Jens Keblat
  • In einem stundenlangen Einsatz gelang es den rund 40 spezialisierten Einsatzkräften, darunter mehrere Taucher, Wasserretter und Bergespezialisten, den gesunkenen Pkw, einen älteren Ford Focus Turnier, zu bergen.

    Foto: Jens Keblat
  • Auch die Wasserschutzpolizei, die Landespolizei sowie Experten des Wasser- und Schifffahrtsamtes, die direkt am Ort der Havarie eigentlich routinemäßige Prüfungen durchführen wollten, waren vor Ort involviert.

    Foto: Jens Keblat
  • Zur Bergung des Wagens wurde die Fuestruper Straße ebenso komplett gesperrt wie der Dortmund-Ems-Kanal.

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  • Den entstandenen Sachschaden schätzt die Wasserschutzpolizei auf mindestens 100.000 Euro.

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In einem stundenlangen Einsatz gelang es den rund 40 spezialisierten Einsatzkräften, darunter mehrere Taucher, Wasserretter und Bergespezialisten, den gesunkenen Pkw, einen älteren Ford Focus Turnier, zu bergen. Auch die Wasserschutzpolizei, die Landespolizei sowie Experten des Wasser- und Schifffahrtsamtes, die direkt am Ort der Havarie eigentlich routinemäßige Prüfungen durchführen wollten, waren vor Ort involviert.

Fuestruper Straße und Dortmund-Ems-Kanal gesperrt

Zur Bergung des Wagens wurde die Fuestruper Straße ebenso komplett gesperrt wie der Dortmund-Ems-Kanal. Letzterer war auch am Mittwochnachmittag noch nicht wieder für die Schifffahrt freigegeben, weil das Wasser- und Schifffahrtsamt nach einer Prüfung durch die Obere Wasserbehörde zuerst alle Trümmerteile in dem Kanalbecken lokalisieren und bergen muss, weil selbst kleinere Gegenstände für die Schiffsschrauben zur Gefahr werden können.

Sachschaden: mindestens 100.000 Euro

Weniger unternehmen konnten die Einsatzkräfte unterdessen gegen bis zum Zeitpunkt der Bergung bereits aus dem Fahrzeugwrack ausgelaufene Kraft- und Betriebsstoffe. Das Schiff selber konnte noch bis zur Schleuse in Münster weiterfahren, wo es inzwischen festgemacht hat. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Wasserschutzpolizei auf mindestens 100.000 Euro – und noch stehen die statische Überprüfung des Sperrwerks, die Bergung der Trümmerteile durch die Taucher des Wasser- und Schifffahrtsamtes sowie die Aufhebung der Vollsperrung des Kanals aus.

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