Kindergartenplätze: Besonders die Plätze für Kinder unter drei Jahren sind gefragt
650 Plätze mehr in zehn Jahren

Greven -

Heute feiert die Kindertagesstätte St. Raphael an der Emsdettener Straße ihr 50-jähriges Bestehen. Morgen wird schon wieder ein neuer Kindergarten eröffnet, die Lernen fördern-Kita an der Eschstraße. Das ist dann der 25. Kindergarten in Greven. Eine Entwicklung, die noch vor ein paar Jahren so nicht absehbar war.

Sonntag, 16.06.2019, 14:01 Uhr aktualisiert: 16.06.2019, 14:10 Uhr
Die Zahl der Kinder, die in Greven einen Kindergarten besuchen, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Vor allem werden immer mehr Kinder unter drei Jahren angemeldet.
Die Zahl der Kinder, die in Greven einen Kindergarten besuchen, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Vor allem werden immer mehr Kinder unter drei Jahren angemeldet. Foto: Pixabay

1743 Kindergarten-Plätze werden zum 1. August, dem Beginn des neuen Kindergartenjahres, vorgehalten. Und die sind fast alle belegt. Lediglich in Reckenfeld gibt es noch zwölf freie Plätze für Kinder über drei Jahre. Vergleicht man dies mit den Zahlen von vor zehn Jahren, ist man schon beeindruckt. Denn im Jahr 2009 gab es sieben Kindergärten weniger. Und auch die Zahl der Kindergarten-Kinder war mit 1107 deutlich geringer als zurzeit.

Verantwortlich für die Zunahme der Kindergarten-Plätze ist natürlich auch das ständige Wachstum der Grevener Bevölkerung, hauptsächlich durch Zuzug. Der wichtigste Faktor dürfte aber der ständig steigende Bedarf nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren sein. Die Stadt stellt nach eigenen Angaben inzwischen 448 Plätze für U3-Kinder zur Verfügung – Tendenz steigend. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren wurden gerade einmal 82 Kinder unter drei Jahren in einem Kindergarten in Greven betreut.

Das führt auch dazu, dass immer mehr Tagesmütter oder Tagesväter gesucht werden. „Zurzeit werden rund 160 Kinder von 45 Kindertagespflegepersonen betreut“, erklärt Wolfgang Jung von der Pressestelle der Stadtverwaltung, auf Anfrage. Die Bedeutung nehme auch deutlich zu, da auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für U3-Kinder zunehme.

Was diese Tendenz für die Planungen der Stadt bedeuten, stehe noch nicht fest. Konkret seien aktuell keine neuen Kitas in Planung. „Ob weiterer Ausbaubedarf besteht, wird auf der Grundlage der neuen Kita-Bedarfsplanung – Grundlage für die Planung der Kinderzahlen ist das Hildesheimer Planungstool – entwickelt“, sagte Jung. Mit Hilfe dieses Tools wird versucht, die Bevölkerungsentwicklung in Greven in den kommenden Jahren voraus zu berechnen. Die Ergebnis-Zahlen werden voraussichtlich im September im Jugendhilfeausschuss vorgelegt.

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