Projekt „wellcome“: Ehrenamtliche unterstützen junge Familien
Nach der Geburt nicht alleine

Greven/Reckenfeld -

Zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und den eigenen Ansprüchen versuchen Mütter und Väter, ihren Kindern das Beste mit auf den Weg zu geben. Das Projekt „wellcome“ setzt sich dafür ein, dass Eltern dabei nicht allein gelassen werden. In Greven werden sie im ersten Jahr nach der Geburt durch Ehrenamtliche begleitet.

Freitag, 28.06.2019, 09:57 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 10:00 Uhr
Die Organisation „wellcome“ hilft Familien nach der Geburt, wenn kein eigenes Netzwerk aus Familie und Freunden vorhanden ist, das in dieser Zeit unterstützen kann.
Die Organisation „wellcome“ hilft Familien nach der Geburt, wenn kein eigenes Netzwerk aus Familie und Freunden vorhanden ist, das in dieser Zeit unterstützen kann. Foto: Christoph Niemann

In Greven gibt es das Angebot von „wellcome“ seit 2014, das Projekt feiert im Herbst folglich sein fünfjähriges Bestehen. Umgesetzt wird es in Kooperation mit der evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Derzeit setzt sich das Team um Koordinatorin Sandra Kindler aus vier Ehrenamtlichen zusammen. Über jeden Zuwachs sind die Aktiven immer erfreut.

Wellcome-Teamkoordinatorin Sandra Kindler ist erreichbar über die Kita Villa Kunterbunt, Schwester-Dora-Straße 12 in Reckenfeld, ✆ 0151/46 14 29 31, E-Mail: greven@wellcome-online.de.

Im Jahr 2018 haben die Ehrenamtlichen sechs Familien in Greven betreut und ihnen insgesamt 104 Stunden ihrer Zeit geschenkt. Für die Ehrenamtlichen ist „wellcome“ eine tolle Erfahrung. „So erwähnen sie immer wieder, wie zufriedenstellend es ist, zu sehen, wenn Hilfe da ankommt wo sie gebraucht wird“, heißt es in einer Pressemitteilung von „wellcome“.

Die perfekten Eltern, eine glückliche Partnerschaft und Erfolg im Beruf: Die gesellschaftlichen Erwartungen an Eltern sind heute hoch. 69 Prozent der Eltern geben laut einer Umfrage an, sich in ihrer Rolle als Eltern manchmal überfordert zu fühlen, 70 Prozent der heutigen Eltern schätzen die an sie gestellten Erwartungen im Vergleich zu früheren Generationen als höher ein.

„Es muss alles stimmen, es darf nichts falsch laufen, alles muss sitzen, als hätte man das Elternsein studiert“, bringt es eine Mutter auf den Punkt. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt eine Herausforderung und führt zu Stress, „wenn man als Mutter nicht nur den Haushalt erledigen, sondern auch arbeiten und dauerhaft auf Terminen gut gelaunt sein soll.“

„Wellcome“ (in rund 230 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsent) lässt frischgebackene Eltern in dieser Situation nicht alleine. Die Organisation „wellcome“ hilft Familien nach der Geburt, wenn kein eigenes Netzwerk aus Familie und Freunden vorhanden ist, das in dieser Zeit unterstützen kann. Auch in Greven gibt es diese moderne Nachbarschaftshilfe für Eltern: Ehrenamtliche helfen für ein paar Monate ein bis zwei Mal pro Woche ganz praktisch im Alltag, so wie es sonst Familie, Freunde oder Nachbarn tun würden. Familien, die über „wellcome“ betreut wurden/ werden sind sehr begeistert von der liebevollen und engagierten Hilfe, die die Ehrenamtlichen ihnen entgegenbringen. Ehrenamtliche helfen mit, damit aus kleinen Krisen keine großen werden.

 

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