Liane Laurenz sammelt Spielzeug
Puppenmutti aus Überzeugung

Reckenfeld -

Liane Laurenz sammelt Puppen. Aber warum überhaupt? „Vielleicht weil mir als Kind Puppen aus einer kleinen Gartenhüte, die mein Vater gebaut hatte, gestohlen wurden“.

Montag, 01.07.2019, 23:27 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 11:34 Uhr
Liane Laurenz hält ihre eigene Babypuppe aus Kindertagen auf dem Arm. Im anderen Arm eine der selbst modellierten Porzellanpuppen.
Liane Laurenz hält ihre eigene Babypuppe aus Kindertagen auf dem Arm. Im anderen Arm eine der selbst modellierten Porzellanpuppen. Foto: Rosemarie Bechtel

Warum sammelt man Puppen? Nun, Liane Laurenz, die gut 150 Puppen ihr Eigen nennt, hat da so eine Idee: „Vielleicht weil mir als Kind Puppen aus einer kleinen Gartenhüte, die mein Vater gebaut hatte, gestohlen wurden“.

Ihre Puppensammlung, die aus gut 150 Exponaten besteht, verteilt sich über vier Zimmer. Klar, sie hat Platz, seitdem die eigenen Kinder nicht mehr mit im Haushalt wohnen. Eigentlich hat man beim Rundgang durch das Haus das Gefühl, sich in einem Puppen- und Spielzeugmuseum zu befinden. Hier und da steht in der Ecke ein besonderer alter Puppenwagen. Die ganze Fläche unter dem Dach seht voll mit Puppenwagen und Bettchen. Viele stammen aus der Zeit von 1950 bis 1975. Besonders stolz ist sie auch auf ihre 20 alten SchildkrötPuppen. „Die stammen aus der Zeit von 1950 bis 1965. Die meisten Puppenkleider, die die Puppen tragen, habe ich selbst gefertigt“. Die wertvollsten Puppen sitzen geschützt in Glasvitrinen.

In ihrem Besitz befinden sich auch kleine, alte Kinderkrankenhausbetten und ein Kinderbett, das der Vater gebaut hat. „Da haben meine drei Geschwister und ich selbst drin gelegen, als wir klein waren“, erinnert sie sich. Heute sitzen darin Puppen. Altes Spielzeug und Kinderbücher finden man ebenfalls reichlich in dem kleinen „Privatmuseum“. Darunter ist auch ein Tierstall, den der Vater gebaut hatte. „Mein Mann Günter hat den dann später für unsere Kinder wieder saniert.“

Außerdem besitzt die ehemalige Erzieherin noch eine große Menge an altem, pädagogisch wertvollem Spielzeug aus Kindergärten, das in vielen Regalen gestapelt ist, genau wie einzelne Spielzeuge aus eigenen Kindertagen oder das der eigenen Kinder.

Einige der alten Puppen und Puppenwagen lagen beim Sperrmüll herum. „Viel zu schaden für die Müllpresse“, finde sie. Aber vor allem wurde sie auf Flohmärkten fündig. „Da hatte mein Mann so einiges zu reparieren, so manches Teil musste komplett auseinander genommen werden“, freut sie sich über die Unterstützung.

Sehr gefreut hat sie sich vor nicht so langer Zeit über Puppen, die eine alte Dame aus Münster verschenkte. „Wir haben uns toll über Puppen unterhalten, und sie freute sich sehr, dass ich selbst Pupen sammele.“ Ein Teil der Puppen stehe jetzt bei ihr. Besondere Freude hat Liane jedoch an ihren wenigen, von ihr selbst gefertigten Puppen und Teddys. Sie holt eine Babypuppe, mit der sie selbst als Kind spielte, und stellt auch für das Foto gleich ihren blauen Puppenwagen aus ihrer Kinderzeit dazu. Fast jeden Tag geht sie durch die Räume und immer wieder nimmt sie Puppen oder Spielzeug in die Hand, dabei werden viele Erinnerungen wach.

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