„Pension Schöller“ feiert Anfang August Premiere
Der Schwank der Schwänke

Reckenfeld -

Sie arbeiten auf die nächste Premiere zu. Pension Schöller wird in Reckenfeld für ordentlich Spaß sorgen.

Sonntag, 07.07.2019, 12:47 Uhr aktualisiert: 07.07.2019, 12:50 Uhr
In den Proben geht es inzwischen schon mehr und mehr um die Feinabstimmung. Kein Wunder, die Premiere rückt näher. Anfang August ist es soweit.
In den Proben geht es inzwischen schon mehr und mehr um die Feinabstimmung. Kein Wunder, die Premiere rückt näher. Anfang August ist es soweit. Foto: Rosemarie Bechtel

Offensichtlich lieben Freilichtbühnenbesucher Komödien. Vor allem solche, die einem aus früheren Zeiten aus dem Ohnsorgtheater oder anderen Komödientheatern in Erinnerung sind. „Pension Schöller, o ja, da erinnere ich mich an den Schauspieler mit dem Sprachfehler, der immer sagte: „Mir ist eine Fniege in den Hans gefnogen“ – das hört man immer wieder, wenn es darum geht, dass diese „Pension Schöller“ am 2. August Premiere auf der Freilichtbühne feiern wird.

Regie führt Christoph Volkert, der diese Art des Theaters besonders liebt und schon mit seinem Team mit „Tratsch im Treppenhaus“ einen Riesenerfolg verzeichnen konnte.

Was ist das Besondere an „Pension Schöller“? „Diese Komödie hat absoluten Klassikerstatus und ist jedes Jahr mehrfach auf deutschen Bühnen vertreten. Auch Open-Air konnte man über diese ,unterhaltsame Posse‘ schon herzlich lachen“, sagt der Regisseur. „Das Stück ist einer der besten Schwänke, den es gibt: Er wird auch der Schwank der Schwänke genannt“.

Wo liegt die größte Herausforderung? „Den Charakter zu entwickeln. Pointiert sprechen sowie Timing und nochmals Timing. Ganz nach dem Motto: Pointen und Gags müssen raushauen, Dialoge kann man fallen lassen. Jede Möglichkeit einer Pointe wird schamlos aufgegriffen, nichts ist zu flach, zu platt oder zu aufgesetzt“, erläutert Volkert.

Man muss also dem Anspruch des Mundart-Theaters gerecht werden. Sprich: „Übertreibung“, die kann manchmal hart an Slapstick grenzen. „Das soll so sein und ist ganz bewusst so gemacht“, erklärt der Regisseur.

Wer mitspielen wollte, musste sich einfach nur melden, und dann wurden die Rollen verteilt. „Per Casting und Zufall“, berichtet der leidenschaftliche Schauspieler lachend, der selbst oft genug auf der Bühne steht und stand.

Dank der Tatsache, dass keine Tanz-und Gesangsproben anfallen, kann man sich ganz auf Text und Spiel konzentrieren. Anfangs gab es wöchentlich Lese- und Stellproben. Je näher die Premiere rückt, umso mehr geht es an die Feinabstimmung. „Von Aufwand kann man nicht sprechen. Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.“ Christoph Volkert verfügt selbst übe eine riesengroße Portion Humor, den setzt er bei den Proben, bei denen ihm Catrin Herkt und Mariele Albermann assistieren, ein.

Die „Pension Schöller“ ist ein Stück, das viele Aktive der Bühne schon länger mal aufführen wollten. „Was so krachledern daher kommt, verlangt viel handwerkliches Können und Talent, ist alles andere als nur eine lustige Freizeitbeschäftigung. Macht aber ehrlich Riesenspaß“, macht Christoph Volkert deutlich.

Man darf sich also ab dem 2. August (und dann an fünf weiteren August- und September-Terminen) auf einen entspannten Abend freuen, der allerdings die Lachmuskeln strapazieren wird.

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