Genossenschaften Bever-Ems eG und Albersloh-Everswinkel eG wollen ihre Kräfte bündeln
Raiffeisen auf Fusionskurs

Greven -

Die Zeichen stehen auf Veränderung bei den landwirtschaftlichen Warengenossenschaften in der Region: Die Raiffeisen Bever Ems eG und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Albersloh-Everswinkel eG wollen fusionieren, heißt es in einer Mitteilung.

Dienstag, 16.07.2019, 08:20 Uhr
Die Grevener Raiffeisengenossenschaft Bever Ems eG hat erst jüngst mit den neuen Getreidesilos (hier noch im Bau) die Zeichen auf weiteres Wachstum gestellt.
Die Grevener Raiffeisengenossenschaft Bever Ems eG hat erst jüngst mit den neuen Getreidesilos (hier noch im Bau) die Zeichen auf weiteres Wachstum gestellt. Foto: Günter Benning

„Wie in den Generalversammlungen unserer Genossenschaften schon mitgeteilt wurde, sind Gespräche mit benachbarten Genossenschaften geführt worden. Im weiteren Verlauf der Gespräche sind die Genossenschaften Albersloh-Everswinkel eG und Bever Ems eG zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll ist, nicht nur zusammen zu arbeiten, sondern zukünftig die Geschäftsbetriebe zu fusionieren“, erklären Reinhard Möllers (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bever Ems eG) und Carl Niehues (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Albersloh-Everswinkel eG). „Wir sind uns sicher, dass wir so Ertragspotenziale und Zukunftschancen für unsere Kunden gewinnen“, ergänzen sie.

Hintergrund der Fusionspläne sind die aktuellen Herausforderungen wie die Digitalisierung und der starke Strukturwandel in der Landwirtschaft.

„Alle Unternehmen der Agrarbranche stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Die Wachstumsmöglichkeiten sind nur noch sehr begrenzt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe geht zurück, während gleichzeitig die Kosten für unsere Dienstleistungen steigen“, bestätigen die Aufsichtsratsvorsitzenden beider Unternehmen Burkhard Schulze Pellengahr und Martin Homann-Niehoff.

Eine Fusion der beiden Genossenschaften Bever Ems und Albersloh-Everswinkel, auf Augenhöhe, könnte neue Chancen der Entwicklung bieten. „Für unsere Mitglieder bedeutet das: Sie profitieren weiterhin von günstigen Einkaufsbedingungen und können auf qualifizierte Spezialisten für die Beratung und den Verkauf zählen“, so Möllers und Niehues.

Welche Gründe führten Vorstand und Aufsichtsrat zu den Fusions-Überlegungen? Was ändert sich bei einer Verschmelzung der Genossenschaften für Kunden, Mitglieder und Handelspartner? Diese und weitere Fragen sollen in neun Regionalkonferenzen im September mit den Mitgliedern intensiv diskutiert werden.

Danach werden die Mitglieder der Genossenschaften über die Fusion entscheiden. „Unsere Mitglieder geben ihr Votum ab, ob sie eine solche Entwicklung wünschen und mittragen“, betonen Möllers und Niehues in ihrer gemeinsamen Erklärung.

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