Wer wird Grevens neuer Bürgermeister?
Suche hinter den Kulissen

Greven -

Wer tritt im kommenden Jahr bei der Bürgermeisterwahl an? Da gibt es viele „Informationen“ und Spekulationen.

Samstag, 03.08.2019, 13:35 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 13:40 Uhr
Peter Vennemeyer (rundes Bild) stellt sich nicht mehr für eine weitere Wahlperiode. Hinter den Kulissen suchen die Parteien jetzt nach einem Bürgermeisterkandidaten.
Peter Vennemeyer (rundes Bild) stellt sich nicht mehr für eine weitere Wahlperiode. Hinter den Kulissen suchen die Parteien jetzt nach einem Bürgermeisterkandidaten. Foto: Günter Benning

Es gibt einige Dinge, die man mit Sicherheit sagen kann. Zum Beispiel, dass Ernst Reiling von Reckenfeld Direkt sich nicht zur Wahl als Grevens neuer Bürgermeister stellen wird. Und dass weder die FDP noch die Linken bisher mit dem Gedanken spielen, eigene Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr aufzustellen.

Das kann man mit Sicherheit sagen, weil Reiling, Thomas Hudalla von den Linken und Wilfried Roth von der FDP es auf Anfrage dieser Zeitung so bestätigen.

Wobei Ernst Reiling noch 2014 bei der Bürgermeisterwahl mitgemischt und damals sogar 5,8 Prozent der Stimmen geholt hatte – wozu ihm eine stattliche Stimmenzahl aus Reckenfeld verholfen hat.

Die anderen Parteien halten derweil mit ihren Kandidaten noch hinterm Berg. Aus den Reihen der SPD erfährt man, dass dort möglicherweise zwei interne Kandidaten im Gespräch sind.

Bei der CDU ist die Rede davon, dass man in Verhandlungen mit mindestens einem auswärtigen Aspiranten stehe. „Jung und dynamisch“, soll er sein. Aber bisher hat die Partei eher vor, den potenziellen Vennemeyer-Nachfolger erst sehr spät aus dem Hut zu zaubern.

2014 hatte die CDU noch mit ihrem Kandidaten Joseph Panhoff 30 Prozent der Stimmen bekommen (gegenüber 51 Prozent für Vennemeyer). Aber um Panhoff geht es bei der Kandidatenkür diesmal nicht.

Ebenfalls im Rennen ist noch der zweite Mann im Rathaus. Der Erste Beigeordnete Cosimo Palomba war einst von mindestens CDU, Grünen, Linken und FDP gegen einen SPD-Kandidaten aus Greven ins Amt gewählt worden. Intern soll er bisher stets gesagt haben, er wolle nicht um das Bürgermeister-Amt kandidieren, wenn er gegen Vennemeyer antreten müsse. Die beiden sitzen im Rathaus direkt nebeneinander – zwischen ihnen nur das gemeinsame Sekretariat.

Aber da diese Ausschluss-Bedingung jetzt nicht mehr gilt, soll er mittlerweile hinter den Kulissen die Fühler bei den Parteien ausgestreckt haben. Auch in Richtung der Grünen.

Da sitzt mit Dr. Michael Kösters-Kraft ein Fraktionsvorsitzender an der Spitze, der 2014 zwar nur 12,4 Prozent der Stimmen bekommen hatte, der sich aber dank der Positiv-Welle für die Grünen ausrechnen kann, durchaus ein paar Punkte mehr herausholen zu können. Kösters-Kraft steht aber auch an der Spitze des Grünen-Kreisverbandes, möglicherweise geht es auf dieser Ebene darum, mit einem grünen Kandidaten zum Landrats-Amt zu greifen.

Die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr ist auch darum so spannend, weil es keine Stichwahl geben dürfte. Zumindest wenn die Gerichte nicht das neue Wahlrecht der NRW-Regierung einkassieren. Konkret heißt das, der Gewinner muss nicht die absolute Mehrheit holen.

Sollten wieder wie 2014 mehrere Kandidaten antreten, dann könnte das dazu führen, dass man das Amt auch mit wenige Stimmen einkassieren könnte, wenn die anderen noch weniger haben. Wer mitmacht, muss also strategisch denken.

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