Heinz Zurheide hat ein großes Ziel
Mit 88 Jahren noch Indiaca spielen

Reckenfeld -

Heinz Zurheide hat ein großes Ziel. „Ich möchte mit 88 Jahren auch noch Indiaca spielen können“ sagt der 71-Jährige. Warum gerade mit 88? „Nun, mein Vorbild ist da Maria Krahl die mit 88 Jahren immer noch in der Gruppe 70 Plus beim SCR dabei ist“.

Sonntag, 04.08.2019, 09:35 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 13:41 Uhr
Ein zu jeder Zeit blühender Garten ist eines von Heinz Zurheides Hobbys.
Ein zu jeder Zeit blühender Garten ist eines von Heinz Zurheides Hobbys. Foto: Rosemarie Bechtel

Seit 1997 spielt auch Heinz Zurheide dort, trainiert aktuell die Gruppe 40 Plus und ab und an ist er auch mal bei den Älteren mittendrin. Überhaupt ist Indiaca sein Ding. Es mache Spaß, man bleibe aktiv und so war es nicht verwunderlich, dass der Indiaca Ball auch mit nach China reiste. „Mit der Reise habe ich mir einen Traum erfüllt und dann natürlich auf der chinesischen Mauer damit gespielt“.

Offensichtlich zur Freude des chinesischen Reiseführers, der diese Art, den Indiaca Ball mit der Hand zu spielen, nicht kannte. „In China wird mit dem Fuß gespielt, der Ball ist dabei etwas anders und dort ist es ein sehr beliebtes Spiel. Meinen Ball habe ich dem Reiseführer geschenkt, der jetzt die deutsche Art des Spiels kennengelernt hat“.

1983 zog der gebürtige Oldenburger nach Greven und 1993 dann nach Reckenfeld. „Hier am Lothar Fabian Weg wurden zu dem Zeitpunkt mehrere Häuser gebaut“. Also ein ganz neues Wohngebiet. „Die Nachbarschaft wuchs zusammen, wir feierten über die Jahre hinweg viele Feste“, erzählt er. Inzwischen habe dort ein Generationswechsel stattgefunden, doch wohl fühle er sich nach wie vor.

Er schätzt nicht nur die gute Gemeinschaft innerhalb des SCR, sondern ist auch Mitbegründer des Reckenfelder Bürgervereins. Hier betreut er zusammen mit Franjo Howe den Garten am Haus der Geschichte. „Es ist toll, wenn dort standesamtliche Trauungen stattfinden. Den Leuten gefällt die tolle Atmosphäre dort“.

Der gelernte Gärtner organisiert auch mit anderen gemeinsam alle zwei Jahre die „kunstvollen Gärten Reckenfeld“.

Überhaupt organisiert er gerne. Das liegt wohl daran, dass er „über berufliche Umwege“ später sein Abi gemacht hat. Danach begann er ein Jurastudium. Doch auch das war nicht das richtige. Handwerk und Natur waren doch eher sein Ding. Letztendlich wurde er Gärtnermeister mit Fachrichtung Baumschule. „Darüber kam ich dann zuletzt zur IG Bau-Agra- und Umwelt und war dort als Gewerkschaftssekretär im Einsatz.“

Sein Wissen kommt auch dem Re-Bü-Ve mit seinen vielen Aktionen zugute. Und er packt an. „Ich freue mich, dass es jetzt mit dem Bürgerhaus was werden soll. Mein Wunsch ist, dass sich da eine eigene Projektgruppe zusammenfindet, denn wir brauchen weitere Mitstreiter“.

Sein Gärtnerherz macht sich derweil schon Gedanken um die Umwelt und die aktuelle Trockenheit. Gar nicht gut findet er die sterilen Vorgärten. „Man kann sich mit der richtigen Bepflanzung viel Grün in die Gärten holen und trotzdem letztendlich wenig Aufwand bei der Pflege haben.“ Angesichts der Trockenheit rät er Pflanzen zu nehmen, die gut mit Trockenheit klarkommen. Eine gute Kombination aus Stauden und Bodendeckern sei da genau richtig.

In seinem eigenen Garten findet man das ganze Jahr über etwas, das blüht. So bringt der Winterjasmin auch in der trüben Jahreszeit Farbe ins Spiel.

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