Eichenprozessionsspinner: Nur noch vereinzelte Einsätze
Warnungen bleiben (noch) hängen

Greven/Reckenfeld -

Er spinnt nicht mehr, aber er macht immer noch punktuell Probleme: der Eichenprozessionsspinner. Ganz vereinzelt rückt das Team des Bauhofes noch immer zu Einsätzen aus, um an neuralgischen Punkten einen Raupenbefall zu entfernen.

Donnerstag, 08.08.2019, 06:54 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 11:33 Uhr
Die Spinner sind weg, aber ihre Nester nicht. Daher bleiben Warnschilder, hier an der Reckenfelder Grundschule, zunächst weiter hängen.
Die Spinner sind weg, aber ihre Nester nicht. Daher bleiben Warnschilder, hier an der Reckenfelder Grundschule, zunächst weiter hängen. Foto: Oliver Hengst

Deshalb werden auch die Warnschilder noch nicht wieder demontiert. „Die Nester hängen ja noch“, erklärt Wolfgang Jung aus der städtischen Pressestelle. Zwar sind aus den Spinnern inzwischen Falter geworden, die Brennhaare sitzen aber imme noch in den Nestern und können weiterhin Probleme bereiten. Das gilt vor allem für Eichenbestände in den Außenbereichen, in denen die Stadt aus Kapazitätsgründen kaum oder gar nicht aktiv geworden ist.

Wie bereitet sich Greven vor?

Da nach der Epidemie vor der Epidemie ist, stellt sich die Frage, wie sich Greven auf das nächste Jahr vorbereitet. „Das ist Thema im nächsten Betriebsausschuss. Derzeit wird dazu eine Vorlage ausgearbeitet“, so Jung. Es gebe in anderen Städten verschiedene Versuche und Ansätze, die Plage einzudämmen. Inwieweit diese auf Greven übertragbar seien, müsse nun geklärt werden.

Derzeit werden, so Jung, auch Zahlen zu Meldungen und Einsätzen zusammengestellt. Auch ohne diese Statistik schon vorliegen zu haben sagt Jung: „Das Thema EPS hatte 2019 nochmal eine andere Qualität als 2018.“

Einschränkungen für Waldkindergarten

Das vermehrte Aufkommen des Insekts hat auch der AWO-Kindergarten zu spüren bekommen, der am Kuckucksweg in Reckenfeld eine Waldgruppe betreibt. Diese konnte den Nachbarwald im Sommer jedoch nur sehr eingeschränkt nutzen, weshalb sich die Fraktion „Reckenfeld direkt“ nun für die Einrichtung eines Spielplatzes in direkter Nachbarschaft zur Fläche der Waldgruppe stark macht.

Der Wald könne „über mehrere Monate nicht genutzt werden“, heißt es in einem Antrag der Fraktion. Da in Block D ohnehin ein Bedarf für einen Spielplatz insbesondere für Kleinkinder gegeben sei, schlägt die Fraktion vor, die Einrichtung eines Spielplatzes auf dem Nachbargrundstück der Waldgruppe zu prüfen.

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