Erweiterung des Edeka-Marktes an der Schützenstraße
Das Verfahren läuft wieder an

Greven -

Nachdem die Bezirksregierung Münster die (abgespeckte) Genehmigung zur Erweiterung des Edeka-Marktes erteilt hat, laufen die Planungen wieder an. Nach Ablauf des B-Plan-Verfahrens müssen Eigentümer, Pächter und Betreiber des Edeka-Marktes einen Umbau-Termin finden.

Dienstag, 13.08.2019, 11:49 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 14:48 Uhr
So sollte der Markt nach den ersten Plänen nach der Erweiterung aussehen. Jetzt muss allerdings etwas geändert werden, da die Verkaufsfläche reduziert werden musste.
So sollte der Markt nach den ersten Plänen nach der Erweiterung aussehen. Jetzt muss allerdings etwas geändert werden, da die Verkaufsfläche reduziert werden musste. Foto: Schlüter

Es ist eine unendliche Geschichte. Geplant wird seit Jahren, passiert ist nichts. Der Edeka an der Schützenstraße wollte erweitern, durfte es aber nicht - jedenfalls nicht in der gewünschten Größe. Jetzt liegt zwar die Genehmigung der Bezirksregierung vor (wir berichteten), allerdings muss die Erweiterung mit rund 1200 Quadratmetern geringer ausfallen. Und jetzt? Wie geht es weiter?

„Der Ball rollt wieder“, sagt Claus Schlüter, dessen Unternehmen Eigentümer der Immobilie ist. Zur Zeit sei die Stadtplanung der Stadtverwaltung dabei, die Begründung für den Satzungsbeschluss zu erarbeiten. „Einen Aufstellungsbeschluss hatten wir ja schon“, erklärt Schlüter. Trotz allem müsse das übliche Bebauungsplan-Verfahren durchlaufen werden. Das hänge vom Sitzungskalender und natürlich von dem Stadtplaner der Stadt ab. „Die Abteilung ist ja bekanntlich mit neuen Leuten besetzt.“

Als grobe Schätzung geht Schlüter bei einem optimalen Ablauf des Verfahrens inklusive der öffentlichen Bekanntmachung davon aus, dass der B-Plan im Oktober oder November diesen Jahres Rechtskraft habe. Dann könnte es theoretisch losgehen mit den Umbauarbeiten. Problem ist nur, dass währenddessen der Supermarkt rund zwei bis drei Monate geschlossen bleiben muss. „Und deswegen müssen wir dies zunächst mit dem Pächter und dem Betreiber des Marktes abklären“, sagt Schlüter, weist aber gleich auf das Weihnachtsgeschäft und dass dann folgende Osterfest hin. „Vor Weihnachten wird das sicher nichts mehr“, so seine Einschätzung. Und: „Ich habe auch erst kürzlich erfahren, dass der Gründonnerstag der Lebensmitteltag des Jahres schlechthin ist.“

Und Schlüter kann sich nicht ein wenig Kritik an dem Genehmigungsverfahren verkneifen. „Die Verkaufsflächen der Märkte sollte man ganz einfach dem Wettbewerb überlassen“, sagte er. Er könne im Übrigen nicht verstehen, dass bei einem Vollsortimenter, wie es der Edeka-Markt sei, an der Verkaufsfläche gespart werde. „Aber Discountern werden ohne Probleme 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt.“

Der Edeka-Markt musste in dem Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung nachweisen, dass die Erweiterung der Verkaufsfläche nicht innenstadtschädlich ist. Im Rahmen des Verfahrens wurde deshalb die ursprüngliche Größe auf 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche gestutzt.

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