Beim Hochamt zum Wohle der Stadt werben Kirche und Verwaltung für mehr Optimismus
Eine Stadt soll grünsehen

Greven -

Zum Kirmes-Kaiserwetter würde die Sonnenbrille eigentlich prima passen. Aber nix da, meint Jörn Witthinrich: „Politiker, die schwarzsehen, brauchen wir in Zeiten wie diesen nicht.“

Sonntag, 25.08.2019, 16:14 Uhr
Ein Gottesdienst wie ein Rock-Konzert: Volles Haus, lauter Gesang und bunte Brillen beim Hochamt zum Wohle der Stadt.
Ein Gottesdienst wie ein Rock-Konzert: Volles Haus, lauter Gesang und bunte Brillen beim Hochamt zum Wohle der Stadt. Foto: Stefan Bamberg

Und nein, auch die roten Gläser behagen dem evangelischen Pfarrer nicht recht – denn: „Im Stadtrat wird oft genug rotgesehen.“ Grün soll er also sehen, Bürgermeister Peter Vennemeyer, von Witthinrich zum Brillen-Model auserkoren.

Grün als Farbe der Nachhaltigkeit – und der Hoffnung beim Hochamt zum Wohle der Stadt. Der noch immer am Arm lädierte Vennemeyer, der bei der launig-bunten Sehhilfen-Anprobe ein bisschen aussieht wie ein eingegipster Elton John, macht den Spaß gerne mit – weil ihm Witthinrichs Botschaft aus der Seele spricht: „Mehr Hoffnung, mehr Mut, mehr Optimismus“, fordert auch der Verwaltungschef – mit so viel Verve, dass seinen Zuhörern fast der O-Saft überschwappt.

Aus Hoffnung, so die Kirchen- und Politik-Vertreter unisono, erwachse die Kraft, mit anzupacken. Bei globalen Themen, die stets lokal anfangen: Klimaschutz und Integration, dem Zusammenleben von Generationen und Religionen.

Eine Stadt sieht grün: Viel Hoffnung beim Hochamt 2019

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„Unser Auftrag ist es, uns weiterhin für das Gemeinwohl einzubringen – als Christen, vor allem aber als Bürger dieser Stadt“, appelliert Martinus-Pfarrer Klaus Lunemann vor der ganz großen Grevener Mannschaft – St. Martinus ist rappelvoll, wie immer, wenn Kirmes Kirche trifft – respektive die Kirmes kurz zu ihrem originär kirchlichen Ursprung zurückkehrt.

De Prinz kütt‘, die Schützen, bekannte Fahnenträger und noch mehr stille Engagierte – sie überleben haarscharf die erneut unfassbaren Weihrauch-Wolken.

Und singen, vom fantastischen Sebastian Bange an der Orgel begleitet, „Großer Gott, wir loben Dich“ – so laut, schön und optimistisch, dass der Bürgermeister ums Wohl der Stadt nicht allzu besorgt scheint.

Oder auch: Zeit, grünzusehen.

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