Dorfladen Gimbte: Noch fehlt ein Standort
Regional und verpackungsarm

Gimbte -

Die Dorfladen-Idee in Gimbte nimmt Fahrt auf. Am Samstag wurden konkrete Idee vorgestellt.

Sonntag, 01.09.2019, 17:46 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 16:51 Uhr
Johannes Wilp (rechts) und Wolfgang Gröll erläuterten die Grundidee des Dorfladens. Auf der Info-Tafel hinter ihnen zu sehen: Wünsche der Gimbter.
Johannes Wilp (rechts) und Wolfgang Gröll erläuterten die Grundidee des Dorfladens. Auf der Info-Tafel hinter ihnen zu sehen: Wünsche der Gimbter. Foto: Sina-Marie Hofmann

„Das eine ist der Wunsch, das andere die Realität“, sagte Johannes Wilp, Gimbter CDU-Ratsherr, am vergangenen Samstag bei einem Aktionstag in Gimbte. Gemeint war die Suche nach einem passenden Ort für einen Dorfladen. Bisher werde die alte Feuerwehr in Betracht gezogen, zum Dorfladen umstrukturiert zu werden. Ebenso gebe es einen weiteren Plan – von einem Dorfladen und einer Kita in dem Gebäude. Doch ehe die Entscheidungen fallen, werde noch etwas Zeit vergehen. Wilp meint dazu: „Wir müssen auch den Umweltgedanken haben.“

Den Anspruch der Regionalität dokumentierten die Angebote des Aktionstages: Ein großer Eiswagen, dahinter Wurstwaren vom Spiekerladen Hof Renfert-Deitermann aus Münster und hausgemachter Kuchen und Waffeln von „Küchenschätze“ aus Gimbte. Außerdem konnte man Backwaren von der Bäckerei Kiepenkerl genießen oder frische Eier vom Geflügelhof Fennenkötter mitnehmen. Kartoffeln von Ebbingmann, Wurstwaren vom Hofladen Ontrupp sowie Stoffsachen, Marmelade und Honig von Claudia Bates und Agnes Janning wurden angeboten.

Der Inhaber des Spargelhofs Nahrup meinte im Vorfeld zu Wilp: „Johannes, ich bringe dir morgens frischen Spargel und mittags tausche ich ihn dann aus.“ Alle Standbetreiber sagten zu, den Dorfladen mit heimischen, regionalen Produkten beliefern zu wollen.

Unternehmensberater Wolfgang Gröll erklärte den interessierten Bürgern, welche positiven Faktoren ein Dorfladen habe: Zunächst seien die meisten Produkte regional, die Menschen seien sich sicher „Ich weiß, woher mein Essen kommt.“

Und nicht nur das: „Es schmeckt auch anders.“ Im Dorfladen könne man ganz schnell auch via Internet kaufen. „Einfach einen Einkaufszettel schreiben und über WhatsApp zum Laden schicken. Danach kann man es entweder abholen oder geliefert bekommen“, erklärt Gröll.

Ebenso werde darauf geschaut, alles verpackungsfrei oder -arm zu gestalten. Dafür brauche man kurze Wege, was sich ebenfalls positiv auf die Umwelt auswirke.

Doch nicht nur heimische Produkte wollen die Unterstützer der Dortfladen-Idee anbieten. Durch eine Umfrage in der Gimbter Bevölkerung, an der 214 Haushalte teilgenommen haben, fanden sie die Wünsche der Anwohner heraus und wollen diese auch umsetzen: nämlich eine Paketannahmestelle, einen Postpoint, ein Tagescafé und den schon erwähnte Lieferservice.

Für weitere Ideen gab es bei dem Aktionstag eine Wunschbox, die nach dem Tag ausgewertet wurde.

Auch das Personal soll aus Gimbte und Umgebung kommen, der Mindestlohn soll garantiert werden.

Über den Tag verteilt kamen viele Anwohner, machten sich ein Bild und genossen die heimischen Produkte. Für die Kleinsten stand eine Hüpfburg bereit, auf der sich ausgetobt werden konnte. Einige unterzeichneten Absichtserklärungen, durch die bis Aktionsende stolze 20 000 Euro zugesagt wurden. Weitere Absichtserklärungen können im Briefkasten am Kindergartentor abgegeben werden. Die Absichtserklärungen kann man sich online über den Bürgerverein Gimbte downloaden.

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