Engagierte wollen Bürgerhaus-Idee aktiv mitgestalten
Bürgerverein strebt aktive Rolle an

Reckenfeld -

Der Reckenfelder Bürgerverein möchte bei der Umsetzung der Bürgerhaus-Idee mitwirken – und zwar mittendrin, statt nur dabei.

Donnerstag, 05.09.2019, 14:39 Uhr
Ein Teil des Hauptschul-Altbaus (rechts im Bild) soll künftig als Bürgerhaus genutzt werden. Mitglieder des Re-Bü-Ve sahen sich kürzlich schon mal um und entwickelten Ideen. Der Re-Bü-Ve möchte in dem Prozess gerne eine zentrale Rolle einnehmen.
Ein Teil des Hauptschul-Altbaus (rechts im Bild) soll künftig als Bürgerhaus genutzt werden. Mitglieder des Re-Bü-Ve sahen sich kürzlich schon mal um und entwickelten Ideen. Der Re-Bü-Ve möchte in dem Prozess gerne eine zentrale Rolle einnehmen. Foto: oh

In der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses trug Ludger Mussenbrock vom Bürgerverein den Wunsch vor, die Planung des Bürgerhauses vom künftigen Wohngebiet in der Ortsmitte abzukoppeln, „weil das Gebäude ja eh schon steht“. Gemeint ist ein Teil des Altbaus der früheren Hauptschule. Dieser war im städtebaulichen Wettbewerb als optionaler Standort des gewünschten Bürgerhauses vorgesehen, was dann auch zahlreiche Planer in ihren Entwürfen so aufgegriffen hatten. Tatsächlich ist der konkrete Auftrag zur architektonischen Gestaltung des Bürgerhauses nicht automatisch an das siegreiche Planungsbüro gegangen, sondern davon unabhängig, wie Stadtentwickler Matthias Herding betonte (unsere Zeitung berichtete).

Für Mussenbrock eine Vorlage: „Gibt es die Möglichkeit, dass man jetzt schon loslegen kann?“ Und lieferte die Antwort gleich mit: „Aus Re-Bü-Ve-Sicht ist das möglich.“ Der Verein biete seine aktive Mitarbeit an, mehr noch: er strebe eine zentrale Rolle an. „Wir wollen uns koordinierend einbringen“, sagte Mussenbrock, natürlich in Abstimmung mit Stadt und Politik. „Wir wissen aber gar nicht, ob das gewünscht ist.“

Herding betonte, dass man jetzt das Konzept für das Haus konkretisieren müsse – auch um sich Chancen auf Fördermittel zu eröffnen. Mit einem Antrag im Förderprogramm „Dritte Orte“ des NRW-Kulturminsteriums sei man just gescheitert, aber es gebe Alternativen. „Es ist weiter Ziel der Stadt und sicher auch der Politik, Fördermittel zu akquirieren, um den städtischen Haushalt zu entlasten“, so Herding.

Um dann auf die erste Mussenbrock-Frage einzugehen. „Ja, es ist sinnvoll, jetzt mit der Planung weiterzumachen. Wir sollten jetzt den Dialog fortführen. Wir sind ja auch schon in Gesprächen und stimmen Termine ab. So sollten wir weitermachen.“

Zur möglichen Rolle des Re-Bü-Ve: Aus Sicht der Stadt sei bürgerschaftliches Engagement absolut wünschenswert. „So ein Haus kann nur nachhaltig getragen werden, wenn sich Bürger dort engagieren, auch personell. Die Idee muss getragen werden, aber es muss auch Kümmerer vor Ort geben.“ Die Stadt habe daher schon immer die Position vertreten , dass Bürger in Sachen Bürgerhaus auch Verantwortung übernehmen müssten. „Aus Sicht der Stadtverwaltung ist es natürlich wünschenswert, dass sich Reckenfelder Bürgerinnen und Bürger dort engagieren, sowohl in Konkretisierung und Ausgestaltung der Idee als auch nachher im Betrieb.“ Wichtig sei der Verwaltung aber, dass es eine offene Angelegenheit werde – also Bürger, die nicht Re-Bü-Ve-Mitglied seien, mit ihren Ideen nicht außen vor blieben, so Herding. „Ich glaube, so verstehen sie es selber auch nicht“, sagte er an die Adresse des Re-Bü-ve, „aber wir wollen es noch mal deutlich machen: Das muss ein offener Prozess sein, an dem jeder, der Bock hat, auch mitwirken kann.“

Andreas Hajek (CDU) betonte: Es sei politischer Konsens, dass man ein „Vereinshaus“ wolle. Und nach seiner Einschätzung sei es ebenso politischer Wille, „dass sie da weitermachen können“, sagte er in Richtung Re-Bü-Ve.

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