Zahl der Geschosse des Mehrfamilienhauses bleibt (vorerst) ein Geheimnis
Neue Pläne für Fiege-Stammsitz

Greven -

Anwohner der Straßen Kaups Esch und Grüner Weg haben sich im Stadtplanungsausschuss zu Wort gemeldet, um über die Bebauung auf dem Eckgrundstück (ehemals Fiege-Stammsitz) zu sprechen.

Donnerstag, 05.09.2019, 15:39 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 16:00 Uhr
Mit den Doppelhäusern am Kaups Esch haben die Anwohner kein Problem, wohl aber mit dem hohen Mehrfamilienhaus, das bislang im Eckbereich des Grundstücks vorgesehen war.
Mit den Doppelhäusern am Kaups Esch haben die Anwohner kein Problem, wohl aber mit dem hohen Mehrfamilienhaus, das bislang im Eckbereich des Grundstücks vorgesehen war. Foto: oh

„Herr Fiege hat mich angerufen und gesagt, er möchte uns Anwohnern einen neuen Entwurf eines neuen Architekten vorstellen“, berichtete Anwohnerin Angelika Krins. Die die Frage anschloss, ob die Stadt oder die Politik denn schon von den neuen Plänen wisse?

Sie erinnerte daran, dass den Anwohnern, die große Probleme mit dem so genannten Fiege-Tower haben, ein Kompromiss versprochen worden sei. Die vorgesehene sechs-, anfangs sogar siebengeschossige Bebauung hatte in der Nachbarschaft für Unmut gesorgt, weil aus ihrer Sicht zu wenig Rücksicht auf die umliegende Bebauung (überwiegend Einfamilienhäuser) genommen werde.

Stadtentwickler Matthias Herding bestätigte, dass man in der Stadtverwaltung von den neuen Plänen wisse. „Im Grunde geht es jetzt darum, so haben wir es auch mit Herrn Fiege kommuniziert, dass Ihnen die neuen Planung vorgestellt wird, damit Sie sich eine Meinung bilden können. Und dann müssen wir das Gespräch weiter fortsetzten.“ Die vorgesehene Mediation könne sinnvollerweise erst stattfinden, wenn die Anwohner die neuen Pläne kennen.

Angelika Krins hätte sich indes eine frühere Einbindung der Anwohner gewünscht: „Wir haben acht Monate nichts gehört.“ Man hätte die Anlieger zumindest darüber informieren können, dass neue Pläne ausgearbeitet werden.

Auf Nachfrage eines anderen Anwohners, ob Rat und Verwaltung das neue Objekt schon kennen, räumte Ausschussvorsitzender Jürgen Diesfeld zumindest für seine CDU-Fraktion ein, dass man informiert sei. „Der Investor ist bei uns gewesen mit seinem Architekten und hat uns seine neue Planung vorgestellt.“

Das löste natürlich Nachfragen aus, vor allem zur Geschossigkeit der neuen Pläne. Dazu jedoch hielten sich alle Eingeweihten bedeckt. Krins bemängelte, „dass es alle anderen schon vorgestellt wird und wir wissen noch gar nichts. Wir wohnen da.“

Diesfelds Eindruck: hinter den neuen Plänen stehe Fieges „intensive Bemühung, zu einem Kompromiss mit den Anwohnern zu kommen“. Details zur Geschossigkeit gab er jedoch nicht preis. Fiege habe ausdrücklich den Wunsch geäußert, die Pläne den Anwohnern selbst vorzustellen: „Ich denke, das ist auch ein zu respektierender Wunsch.“ Auch Herding interpretiert den neuen Entwurf „als Entgegenkommen gegenüber Ihren Anliegen und Bedenken.“ Es mache aus seiner Sicht keinen Sinn, „jetzt eine Geschossigkeit in den Raum zu werfen. Ein Bauwerk ist eine Gesamtkonfiguration im Stadtraum.“ Er warb dafür, dass sich die Anwohner die Pläne erstmal ganz offen erläutern zu lassen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6900281?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker