Stadtwerke und Stadt teilen sich die Kosten
W-Lan in der ganzen City

GReven -

Das unscheinbare Kästchen ist vorerst nur ein „Dummy“ ohne Funktion. Noch sendet das Gerät, an einer Anton-Leuchte vor dem Modehaus Ahlert installiert, kein W-Lan-Signal aus. Aber das könnte sich schon bald ändern.

Freitag, 06.09.2019, 14:44 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 15:00 Uhr
Noch ohne Funktion: Das im Niederort installierte Gerät soll nur die optische Wirkung an der Anton-Leuchte verdeutlichen.
Noch ohne Funktion: Das im Niederort installierte Gerät soll nur die optische Wirkung an der Anton-Leuchte verdeutlichen. Foto: Oliver Hengst

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) hat die Mittel für den Aufbau eines freien W-Lan-Netztes in der Stadt freigegeben. Folgt nun auch noch der Finanzausschuss, kann es bald losgehen.

60 000 Euro einmalige Kosten für die Installation und 7000 Euro jährlich für laufende Kosten verursacht das Projekt, Stadt und Stadtwerke werden sich die Summen teilen. „Mit der Planung sind wir schon recht weit. Die Federführung haben die Stadtwerke“, erläutert Mario Huslage, der in der Stadtverwaltung den Fachbereich Service verantwortet.

Der Dummy soll lediglich die optische Wirkung an der Grevener Standard-Leuchte veranschaulichen. Ergebnis: Wer von dem Access-Point nichts weiß, nimmt ihn gar nicht wahr. Die endgültige Installation wird laut Huslage professioneller ausgeführt. Aktuell habe man sich mit Kabelbindern beholfen. Das wird bei der filigranen Technik, die letztlich wirklich installiert wird, anders ausgeführt. „Einiges können wir selber machen, teilweise sind wir aber auch auf Drittanbieter angewiesen.“ Da Firmen derzeit schwer zu bekommen seien, sei ein Termin für den Start des Netzes schwer zu benennen. Aber Huslage geht davon aus, dass die Router noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden können – zumindest in der ersten Ausbaustufe. Diese umfasst folgende Stellen: Foyer Stadtwerke, Foyer Rathaus, Greven Marketing (Ersatz für Freifunk), Stadtbibliothek, GBS (Außenbereich und Kesselhaus), Greven Beach sowie das Freibad (bereits vorhanden, nur die Hardware wird erneuert). In der zweiten Stufe sollen Bergstraße, Niederort, Marktstraße, Marktplatz, Montargis-Platz, Rathausplatz (vor der Rathauspassage) und ZOB folgen, in der dritten Stufe dann die Standorte Alte Münsterstraße (Expert Media-Park) und Marktstraße (Robers Schuhe). Im ASU wurde angeregt, auch die Ortskerne von Reckenfeld und Gimbte (vielleicht auch Schmedehausen) zu versorgen.

Die Router sollen an öffentlichen Gebäuden und Straßenlaternen montiert werden. Gewerbetreibende (etwa Gastro-Betriebe) können eigene Hotspots beim Dienstleister (Thüga SmartService) beantragen und das W-Lan-Netz so ausdehnen. Das Netz wird im übrigen nicht das vorhandene Freifunk-Netz erweitern, sondern unter eigenem Namen (der noch feststeht) erreichbar sei.

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