Hundekotbeutelspender
Aloys Wilpsbäumers Unwort des Jahres

Reckenfeld -

Wenn er mal so über die schlimmsten Sachen dieses Jahres nachdenkt, dann fallen Aloys Wilpsbäumer, dem Chef der Technischen Betriebe Grevens, zwei ein. „Eichenprozessesionsspinner“, zählt er am Mittwochabend im Betriebsausschuss auf, „und Hundekotbeutelspender.“

Freitag, 06.09.2019, 08:43 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 08:50 Uhr
Der Hundekotbeutelspender von Ernst Reiling, der es sogar bis ins Fernsehen gebracht hat.
Der Hundekotbeutelspender von Ernst Reiling, der es sogar bis ins Fernsehen gebracht hat. Foto: Oliver Hengst

Zwei lange Worte, von denen eines ein natürliches Desaster beschreibt, irgendwie mit Klimawandel und Vogelsterben verknüpft, also versicherungstechnisch betrachtet: höhere Gewalt.

Das andere dagegen kommt aus den Niederungen der lokalen Politik, dem Wirken von „Reckenfeld direkt“ und der Eigeninitiative von Ernst Reiling, der einfach so einen Spender an einen neuralgischen Punkt aufgestellt hat.

„Wir hatten darüber gesprochen“, sagt Wilpsbäumer, „ich hatte gesagt, er kann es machen.“ Aber, was privat ist, müsse auch privat geleert werden.

„In 33 Metern Entfernung ist der nächste Papiereimer“, sagt der TBG-Chef, „im Umkreis von 200 Metern sieht man fünf weitere, nicht mitgezählt drei Papierkörbe an den Haltestellen.“ Seine Leute sagten ihm, dort würden regelmäßig Hundekottüten abgeladen. Er sehe keinen Grund, den Reilingschen Hundekotbeutelsammelbehälter durch die öffentliche Hand leeren zu lassen. „Widersinnig“, sagt er noch. Auch, wenn es der Spender schon zum Sender gebracht hat – in die lokale Stunde.

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