Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radler am Bahnübergang
Überquerung für motorisierten Verkehr sperren

Greven -

Das Schild am Bahnübergang Gutenbergstraße/Het Nieland ist eigentlich klar: Anlieger frei, Durchgangsverkehr gesperrt. „Das wird seit 100 Jahren nicht beachtet“, erklärte am Mittwoch der städtische Verkehrsplaner André Kintrup im Betriebsausschuss.

Donnerstag, 05.09.2019, 19:42 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 19:50 Uhr
Der Bahnübergang Gutenbergstraße/Het Nieland ist eng und eigentlich nur für Anlieger geöffnet.
Der Bahnübergang Gutenbergstraße/Het Nieland ist eng und eigentlich nur für Anlieger geöffnet. Foto: Geodatenbasis NRW

Jetzt sollen daraus Schlüsse gezogen werden. SPD, Grüne und Linke stimmten dafür, den Bahnübergang für den motorisierten Verkehr dicht zu machen. Radler und Fußgänger sollen weiter passieren können.

Helmut Röwemeier, sachkundiger Bürger der SPD, hat mit seiner Fraktion die Lage vor Ort erkundet: „Wir haben da zwei Stunden gestanden und waren überrascht, wie viele Fahrzeuge daher fahren.“ Auch die Grünen waren vor Ort. Manfred Zilske: „Das Schild wird einfach nicht beachtet.“

Die aktuelle Situation ist für Radfahrer und Fußgänger unbefriedigend. Teilweise können sie sich zwar dem Bahnübergang noch auf eigenen Pättken nähern. Aber dann wird es eng. „Die stehen im Mischverkehr“, sagt André Kintrup, „die werden von den Autos getrieben.“

Nur die CDU hatte ein ungutes Gefühl bei der Radikallösung, die eine Sperrung des Bahnübergangs für den motorisierten Verkehr vorsieht. Dafür müssten Feuerwehrpfosten in die Fahrbahn eingelassen werden – Radler und Fußgänger können herumfahren, größere Fahrzeuge werden geblockt. Johannes Hennigfeld (CDU): „Es müsste doch andere Lösungen geben, wie man das lösen kann, ohne zuzumachen. Wir wollen natürlich auch die Sicherheit erhöhen.“

Teilweise wird die schmale Straße heute auch als Zubringerverkehr für das Gewerbegebiet an der Gutenbergstraße geführt. Der Verkehr müsse künftig über Kerkstiege und Nordwalder Straße geführt werden, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Genauso übrigens wie der Schülerverkehr – eigentlich. Sicherer sei es, wenn Schüler, die zu Real- und Grundschule wollten, den Weg über die Nordwalder Straße nähmen – mit Bürgersteigen und geregelten Ampelkreuzungen.

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