WIFO startet neue Runde für den Ausbildungspreis
„Weil es mir Spaß macht“

Greven -

Acht von elf Azubi-Stellen konnte das Maria-Josef-Hospital diesmal besetzen. Gestern machten die Azubis gemeinsam mit dem Wifo Reklame für den diesjährigen Ausbildungsförderpreis. Jetzt bewerben!

Dienstag, 10.09.2019, 09:01 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 10:29 Uhr
Fünf Auszubildende des Maria-Josef-Krankenhause mit Chefärztin Dr. Lioba Essen (2.v.r.) und Chefarzt Dr. Clemens Kösters (5.v.l.) nebst Wifo-Jury-Mitgliedern werben für die neue Runde des Ausbildungspreises.
Fünf Auszubildende des Maria-Josef-Krankenhause mit Chefärztin Dr. Lioba Essen (2.v.r.) und Chefarzt Dr. Clemens Kösters (5.v.l.) nebst Wifo-Jury-Mitgliedern werben für die neue Runde des Ausbildungspreises. Foto: Günter Benning

Maike Schönig hat sich die Sache gut überlegt. Ein Jahr lang hat sie schon ein Praktikum im Maria-Josef-Hospital hinter sich. Jetzt startet die Fachabiturientin eine Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung: „Weil es Spaß macht.“

Sie gehört zu den Azubis, die sich am Montag mit Chefärzten, Verwaltungsleitern, der Ausbildungsleiterin und Vertretern des Wirtschaftsforums Greven zum Foto trafen. Wieder einmal wirbt das Wifo für seinen Ausbildungspreis. Zum wiederholten Mal wird der auch in der Kategorie Gesundheits- und Pflegeberufe vergeben.

Nachdem im vergangen Jubiläumsjahr die Bewerbung aus diesem Bereich und dem Handwerk mau gewesen sind, ist Wifo-Organisator Johann-Christoph Ottenjann diesmal optimistischer: „Aus dem Handwerk gibt es schon einige Ankündigungen.“

Azubis sind ein rares Gut. „Von insgesamt elf Ausbildungsplätzen in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in der Altenpflege unseres Ambulanten Pflegedienstes konnten wir in diesem Jahr acht Plätze besetzen“, erklärt Anja Ewering, Ausbildungsbeauftragte des Grevener Hospital, „in der operationstechnischen Assistenz haben wir einen weiteren Ausbildungsplatz geschaffen und bilden in diesem Jahr zum ersten Mal zwei junge Menschen aus. Mit einem eigenen Ausbildungsabend und dem Besuch von Ausbildungsmessen haben wir auf die Ausbildung im Krankenhaus aufmerksam gemacht. Erfolgreich.“

Matthias Apken, Pflegedirektor im Maria-Josef-Hospital, bricht eine Lanze für die Berufe in seinem Haus: „Wer nur an Verbandwechsel und das Stellen von Medikamenten denkt, hat Pflege als Ganzes nicht erfasst. Die rund 250 Pflegenden in unserem Haus sind in einem Berufsfeld tätig, das abwechslungsreicher, vielfältiger und anspruchsvoller ist, als viele junge Menschen sich das vorstellen.“

Aus Sicht der Ärzte sind die Pflegenden eine der wichtigsten Berufsgruppen im Krankenhaus, weil sie sehr nah an den Patienten dran sind und diese sehr eng im Krankheitsverlauf und den Gesundungsprozess begleiten. Die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team mit Ärzten, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern, Wundberatern und vielen weiteren Berufsgruppen macht den Pflegeberuf so vielseitig.

„Ohne die Pflege geht im Krankenhaus gar nichts. Eine bessere und damit angemessenere Vergütung des Pflegeberufes würde die Arbeit besser würdigen und den Beruf für Einsteiger hoffentlich zusätzlich noch attraktiver machen“, sagt Dr. Lioba Essen, Chefärztin Innere Medizin.

„Die besten medizinischen Geräte nutzen nichts, wenn kein Mensch am Patientenbett ist“, ergänzt Kathrin Engels, Chefärztin Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Der WIFO-Ausbildungsförderpreis ist als Auszeichnung für frischgebackene Ausbildungsabsolventen gedacht, die während ihrer Ausbildung durch besondere Leistungen und betriebliches Engagement aufgefallen sind. Bewerben können sich Auszubildende selbst oder durch ihre Betriebe. Die Bewerbungsschreiben (Lebenslauf und Beurteilung durch den Ausbildungsbetrieb) an: Wifo, Postfach 1713, 48256 Greven.

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