Auszubildende bei Optik Viehoff
„Ich mag einfach diese Vielfalt“

Greven -

Den Schraubendreher in der einen Hand, das Brillengestell in der anderen: Auszubildende Marei Löchte justiert den Bügel einer Brillenfassung. Optiker Klaus Plagge steht mit helfender Hand hinter dem Neuling und bestätigt sie in ihrer Arbeit. Anfang August startete die 18-Jährige bei Optik Viehoff ins Berufsleben.

Mittwoch, 11.09.2019, 06:04 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 12:44 Uhr
Sie kennt sich schon aus: Durch drei Praktika erlernte Marei Löchte schon einiges.
Sie kennt sich schon aus: Durch drei Praktika erlernte Marei Löchte schon einiges. Foto: Sina-Marie Hofmann

Berufserfahrung konnte sie schon während der Schulzeit sammeln: Sie arbeitete nach dem Unterricht bei der Bäckerei Kiepenkerl. „Da ist mir schon aufgefallen, dass ich es liebe, mit Kunden zu arbeiten und sie glücklich zu machen“, erklärt Löchte.

Drei Schulpraktika bei Optik Viehoff in Greven und Münster halfen ihr dann, sich für die Ausbildung zur Optikerin zu entscheiden. Wichtig für den Lehrling: „Ich möchte viele neue Dinge kennenlernen.“

Doch was genau lernt man bei einer Ausbildung zum Optiker? „Wir bedienen das ganze Spektrum der Augenoptik bis in den Gesundheitsbereich. Die Auszubildenden erlernen die Fachtermini, um auch mit Zulieferern und Augenärzten kommunizieren zu können. Ebenso das Handwerk – kleine Reparaturen, bis hin zum richtigen Schliff der Gläser“, erklärt Plagge.

Für eine Ausbildung zum Augenoptiker bei Viehoff empfiehlt sich mindestens ein Realschulabschluss. „Im Durchschnitt sind es jedoch mehr Abiturienten“, meint Optiker Plagge.

Der Bewerber benötige ein gutes Verständnis für Physik, Mathematik, aber auch Mode. „Die Kunden bekommen nicht mit, was in einem Kopf so alles passiert – und das ist gut so. Das Einkaufserlebnis soll schließlich erhalten bleiben.“ Ebenso seien handwerkliche Fähigkeiten und ein guter Kundenumgang wichtig. Schlussendlich sei das Ziel „Menschen dazu zu bringen, wieder richtig sehen zu können“, wie Plagge erläutert.

Die Auszubildende Löchte kann sich sehr gut vorstellen, ihr Leben lang als Optikerin zu arbeiten. „Ich mag einfach diese Vielfalt des Berufs.“

Nicht nur die Vielseitigkeit der Arbeit spricht für die Ausbildung – auch die Urlaubstage und das Gehalt. Beides sei über dem Branchendurchschnitt. Für Löchte ist das jedoch zweitrangig: „Nur arbeiten, damit man viel Geld hat, verstehe ich nicht. Ich finde, es muss einem auch einfach Spaß machen.“

Während der Ausbildung kann Löchte in den unterschiedlichen Bereichen arbeiten und sich ihr eigenes Bild machen. Nach Abschluss der Ausbildung hat sie dann die Möglichkeit, sich in den Gebieten Handwerk, Kundenberatung und dem medizinischen Teil weiter fortzubilden. Plagge erklärt: „Es gibt ein starkes Potenzial, wie man sich weiterbilden kann.“ Beispielsweise könne man nach der abgeschlossenen Ausbildung einen Meister machen.

Auch wenn die Ausbildung schon Anfang des Monats startete, gab es Mitte August den „Viehoff-Azubi-Day“. Dort lernen sich die Auszubildenden aus allen Viehoff-Betrieben kennen. Am 28. August war die Einführungsveranstaltung in der Berufsschule. Seither ist Löchte zwei Mal die Woche in Münster in der Berufsschule, die restlichen Tage arbeitet sie im Betrieb in Greven.

Die Umgewöhnung von Schule zur Arbeit gelingt ihr gut. „Für mich ist es kein Problem, von morgens bis abends zu arbeiten. In der Schule saß man halt mehr rum.“

Noch wohne sie bei ihrer Mutter in Greven. „Im Oktober will ich voraussichtlich mit meinem Freund zusammen ziehen“, erklärt sie.

Doch was hält die junge Frau in Greven? „Ich könnte mir gar nicht vorstellen, hier wegzuziehen.“ Freunde, Familie und das Kleinstadtflair halten sie in Greven. „Und jetzt die Arbeit.“

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