Logistik-Center Hermes im Airportpark eröffnet
In drei Minuten durchs Zentrum

Greven -

Uiii, das sind Zahlen, die beeindrucken. Nur ein Jahr Bauzeit, 9000 Quadratmeter Fläche, 42 Millionen Euro investiert, 140 Mitarbeiter, täglich über 100.000 Pakete – und jedes benötigt im Normalfall nur drei Minuten, um das ganze Logistik-Center von einem Lkw zum anderen zu durchlaufen.

Freitag, 20.09.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 11:13 Uhr
Einmal aufstellen zum Pressefoto: Der Mercedes Vito ist eines von 1500 E-Autos, die Hermes in den kommenden Jahren anschaffen will.
Einmal aufstellen zum Pressefoto: Der Mercedes Vito ist eines von 1500 E-Autos, die Hermes in den kommenden Jahren anschaffen will. Foto: Peter Beckmann

Da wird am Donnerstag bei der offiziellen Eröffnung des Hermes-Verteilzentrums im Airportpark so manch einer der rund 120 geladen Gäste gestaunt haben.

Eigentlich unvorstellbar. Da kommt der Lkw, der die Pakete an den rund 500 Annahmestellen des Logistikers Hermes eingesammelt hat, an die Rampe gefahren, lädt seine Pakete aus auf das Laufband. Die sind im Idealfall alle mit Barcodes versehen und werden mit Hilfe derer automatisch sortiert, an den richtigen Ausgang geleitet und vom Lkw-Fahrer wieder eingeladen. Wie gesagt: das passiert im Idealfall innerhalb von drei Minuten.

„Nicht immer“, erklärt Jürgen Zimmer, Area Manager Hannover bei der Firma Hermes, beim Rundgang durch das riesige Lager. Wobei Lager der völlig falsche Ausdruck ist. „Gelagert wird hier gar nichts.“ Zurück zum Idealfall. „Nicht immer haben die Pakete einen Barcode, manchmal aber sogar zwei oder noch mehr“, erklärt er. Letzteres passiert, wenn Pakete vom Kunden mehrfach genutzt werden. „Und bei zwei Barcodes weiß der Computer natürlich nicht, wo das Paket denn nun hin soll.“

Eröffnung des Logistik-Centers Hermes im Airportpark

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Techniker sind schwer zu bekommen

Aber: Dafür gibt es ja noch die Menschen, die bei Hermes arbeiten und diese Probleme lösen. Für die Menge an Paketen sind das erstaunlich wenige. Aber ohne geht es natürlich nicht. „Auch bei überdimensionieren Paketen müssen unsere Mitarbeiter Hand anlegen.“

Die sind inzwischen angestellt, viele sind vom alten Verteilzentrum in Salzbergen nach Greven gekommen. Andere wurden neu angestellt. „Hat alles gut geklappt, nur Techniker sind so gut wie nicht zu bekommen“, verdeutlicht Zimmer ein Problem, das nicht nur Handwerksbetriebe kennen. „Wenn wir denen sagen, dass wir in zwei Schichten arbeiten, winken die ganz schnell ab.“

Trotz allem. Am kommenden Montag beginnt der Testbetrieb und am 14. Oktober wird es dann ernst. Zunächst mit 50 000 Paketen am Tag, dann wird gesteigert. „Das wird problemlos klappen“, ist sich Zimmer sicher, der schon ein Verteilzentrum in Langenhagen aufgebaut hat und das selbe demnächst auch in Bremen macht.

Lob für Bürgermeister und Wirtschaftsförderer

Und beim offiziellen Teil? Nun, da gab es viele nette Worte, viel Dank wurde verteilt und selbst der Grevener Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer gelobt. „Es war eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Stadt Greven, das hat uns sehr geholfen und das wissen wir zu schätzen“, sagte der CEO Hermes Germany – man kann auch ganz altmodisch Geschäftsführer sagen – Olaf Schabirosky. Und der hat auch schon Routine bei Neueröffnungen. Sieben waren es in den vergangenen zwei Jahren.

Wieder eine beeindruckende Zahl, die man im Kopf behält...

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