Kanalüberführung Ems wird eingeschoben
Wenn 2110 Tonnen verschoben werden

Greven -

Am Dortmund-Ems-Kanal wird in den kommenden Tagen der Brückentrog verschoben, der den Lückenschluss der beiden Seiten des neuen Kanals darstellt.

Freitag, 20.09.2019, 23:35 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 23:40 Uhr
Der Verschub des am südlichen Ufer der Ems hergestellten Stahltrogs wird mittels hydraulischer Zugvorrichtungen, unterstützt durch Schwerlasttransportwagen, auf einer stählernen Stahlverschubbahn erfolgen.
Der Verschub des am südlichen Ufer der Ems hergestellten Stahltrogs wird mittels hydraulischer Zugvorrichtungen, unterstützt durch Schwerlasttransportwagen, auf einer stählernen Stahlverschubbahn erfolgen. Foto: Wasserstraßen Neubauamt

Das Wasserstraßen-Neubauamt Datteln baut gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Kanalbrücke Ems, bestehend aus den Firmen Köster, Gollwitzer, Meyer und SEH, die Kanalbrückenanlage Ems in der Umfahrung des Dortmund-Emskanals über die Ems.

Mit dem Verschub des Brückentrogs wird ein wichtiger Meilenstein in der Erstellung der für die Schifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal zwingend erforderlichen bauzeitlichen Umfahrung der alten Kanalbrücke erreicht, deren Ersatz das Ziel des Gesamtprojektes ist.

Der Lückenschluss durch die Verbindung der beiden neu errichteten Kanalabschnitte der Umfahrung mit dem 2110 Tonnen schweren, 62,40 Meter langen, 28 Meter breiten und 8,15 Meter hohen stählernen Brückentrog wird ab Dienstag erfolgen.

Der Verschub des am südlichen Ufer der Ems hergestellten Stahltrogs wird mittels hydraulischer Zugvorrichtungen, unterstützt durch Schwerlasttransportwagen, auf einer stählernen Stahlverschubbahn erfolgen.

Bedingt durch mehrere erforderliche Umbaumaßnahmen der Verschubkonstruktion (Ballastierung, Ein- bzw. Ausbau von Verschubschlitten) wird der gesamte Verschubvorgang etwa eine Woche in Anspruch nehmen, bis der Überbau in seiner endgültigen Lage angekommen sein wird.

Nach dem erfolgten Verschub des Überbaus werden die weiteren Ausbaugewerke, wie Ausstattung des Stahlüberbaus mit Leitwerken, Dichtungen, Geländern, Leuchten sowie die Komplettierung der Widerlagerbauwerke und Anschluss der Kanalstrecke an die Widerlager hergestellt.

Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen. Während des Verschubvorgangs ist die Ems im Baustellenbereich für Wassersportler gesperrt.

Interessierte Besucher der Baumaßnahme können den Verschubvorgang von der „alten Kaiserbrücke“ aus etwa 100 Meter Entfernung verfolgen.

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