Kommentar
Mittel gegen Politikverdrossenheit

Natürlich kostet es Zeit und Kraft, eine umfassende Bürgerbeteiligung nach SPD-Vorstellung umzusetzen. Aber sie kann auch helfen, Ärger zu vermeiden, der sich bei Straßenbaumaßnahmen ansonsten unweigerlich einstellt. An Beispielen dafür mangelt es – nicht nur in Reckenfeld – wahrlich nicht. Was menschlich verständlich ist, denn es geht dabei um das direkte Lebensumfeld der Bürger und nicht zuletzt um ihr Geld. Lösungen, die Anlieger nicht als die ihrigen empfinden, die als übergestülpt wahrgenommen werden, bergen daher großes Konfliktpotenzial. Zielscheibe der Kritik: Politik und Verwaltung.

Mittwoch, 02.10.2019, 09:44 Uhr

Bürger mitnehmen, sie nicht nur frühzeitig informieren und anhören (und zwar nicht nur pro Forma), sondern sie auch maßgeblich entscheiden lassen – das bietet die große Chance auf Lösungen, die von allen mitgetragen werden.

Umfassende Bürgerbeteiligung kann im Übrigen auch probates Mittel gegen Politikverdrossenheit sein – und ist daher allemal einen Versuch wert. Die Verwaltung hat sich selbst die Dienstleisterrolle zugeschrieben, diesen Weg kann man konsequent fortsetzen.

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