Ernie Huesmann entwirft ein Kunstwerk für Aldimarkt
Raumausstatter für die ganze Stadt

Greven -

Er hat den Völkerball auf dem Innenstadtkreisel gestaltet, auch die Emspünte am Hallenbad stammt von ihm. Jetzt hat Ernie Huesmann den Auftrag bekommen, eine Skulptur vor dem neuen Aldimarkt zu gestalten.

Sonntag, 06.10.2019, 13:52 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 14:00 Uhr
Ernie Huesmann mit seinem Modell vom Füllhorn für den neuen Aldimarkt.
Ernie Huesmann mit seinem Modell vom Füllhorn für den neuen Aldimarkt. Foto: bn

Ernie Huesmann ist Designer. Designer sind praktische Leute, die einen Sinn für den Nutzen von Kunst haben. Handfest, schön bunt und dennoch elegant und filigran kommt jetzt die Skulptur daher, die Huesmann für einen Kunden kreiert hat, der selbst durch jeglichen Verzicht auf Schnörkel groß geworden ist. Vor dem neuen Aldi an der Molkereikreuzung wird ein sieben Meter hohes Füllhorn entstehen. Der Künstler: „Ein mythologische Symbol von Glück, Fruchtbarkeit, Reichtum und Wohlstand.“

Huesmann stellte den Entwurf jetzt im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt dar. Nicht sein erster. „Natürlich haben wir das alles mit Aldi besprochen“, erklärte er im Rathaussaal, „dies ist das fünfte Modell – und noch nicht das letzte.“

Das Füllhorn wirkt eher wie eine gedrehtes offenes Behältnis aus zehn Millimeter dickem Stahl. Der sei, so Hues, „unkaputtbar“. Und setze außerdem dezenten Rost an.

Das Horn enthält aldi-spezifische Sonderangebote, so wie eine Schultüte: Bananen, Erdbeeren, Bonbons. „Die Artikel werden expressiv farbig sein“, verspricht Huesmann. Das eigentliche Füllhorn wird eine Höhe von 4,20 Meter haben, es schießt aber noch ein langer Stab heraus, an dessen Ende sich ein Apfel im Wind bewegt.

Mit einer Gesamthöhe von sieben Metern überragt das Kunstwerk den neuen Aldibau, der bekanntlich nicht noch zusätzliche Geschosse für das Wohnen erhält, obwohl auch in der jüngsten Ausschusssitzung der Dauer-Frager Ulrich Stratmann genau die wieder anmahnte.

Das neue Kunstwerk, erklärte der städtische Planer Marco Scheil soll den Außenbereich des Aldi-Areals künstlerisch gestalten.

Es wird im Bereich des Eingangs platziert, wo die Parkplätze auf ein Rondell zulaufen. Für die Verwirklichung wird ein Grevener Metallbauer sorgen. „Und ein Statiker“, sagt Ernie Huesmann, denn die Sicherheit geht hier vor.

„Tolles Modell“, urteilte im Ausschuss Stevens Gomes von der SPD. Und der Linke Dirk Nolte wollte wissen, ob die Kunst auch kletterfest sei.

Huesmann ist eine Art Raumausstatter in der Stadt. Er hat den Völkerball- und Emspüntenkreisel gestaltet, außerdem zur Kunst am Emsdeich beigetragen. Deshalb konnte er aus seiner Praxis berichten: „Im Völkerballkreisel haben bei der letzten WM 20 Leute gesessen. Und bei der Emspünte gibt es immer wieder Aufkleber am Segel.“ Beim Aldi-Kunstwerk, glaubt er, schütze der Rost: „Wer da klettert, versaut sich seine Klamotten.“

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