Schau des Rassegeflügelzuchtvereins Greven 02
Ein „vorzüglich“ der Richter als Ziel

Greven/Reckenfeld -

Viele unterschiedliche Hühner gab es bei der Schau des Rassegeflügelzuchtvereins Greven 02 am Wochenende zu beobachten. Besonders stolz ist der Verein auf seine neue Jugendabteilung.

Sonntag, 27.10.2019, 13:38 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 15:52 Uhr
Der Vereinsnachwuchs hat nicht nur großen Spaß an den Tieren, sondern ist obendrein auch sehr erfolgreich unterwegs, wie einige Auszeichnungen belegen.
Der Vereinsnachwuchs hat nicht nur großen Spaß an den Tieren, sondern ist obendrein auch sehr erfolgreich unterwegs, wie einige Auszeichnungen belegen. Foto: Pia Naendorf

Es gackert, kräht und flattert in großen und kleinen Käfigen. Hühner aller Größen, Rassen, Muster, Farben und Formen. Manche sind klein und sehen flauschig aus, andere sind groß mit langen Beinen, wieder andere sind kugelrund. Entsprechend bunt sind auch die Eier: mal schokobraun, mal mintfarben.

„Wir wollen zeigen, wie vielfältig Hühnerrassen sind“, sagt Dirk Osterhaus, der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins „Greven 02“. Christa Waschkowitz-Biggeleben, die stellvertretende Bürgermeisterin, ist jedenfalls begeistert: „So viel Engagement für die gute Sache, so viele verschiedene Hühner. Wirklich toll!“

Mittlerweile ist es ein Trend, sich eigene Hühner zu halten. Wegen Tierwohl und Umwelt, weil man dann weiß, wo das Ei herkommt oder auch nur, weil Hühner tolle Tiere sind. „Sogar Gisele Bündchen und Julia Roberts halten Hühner“, erzählt Osterhaus lachend.

Besonders stolz ist der Verein auf seine Jugendgruppe: zwei Jungen und zwei Schwestern mischen schon jetzt bei der Zucht mit. „Hühner sind lustig: wie sie laufen, klingen und picken. Es macht Spaß mit ihnen“, erklärt Theo seine Liebe zum Huhn. „Hühner sind schön“, findet Johanna.

Die jährliche Schau fand in diesem Jahr am Hof Westrup nahe Reckenfekd statt, wo der Verein eine Woche lang aufbaute und alles vorbereitete. „Wir sind ein kleiner Verein“, sagt Osterhaus. „Trotzdem sind in diesem Jahr viele Tiere zusammengekommen.“ Die Schau bilde den Höhepunkt des Vereinsjahres, entsprechend aufwendig sei die Vorbereitung.

Zahlreiche Käfige waren ausgestellt, in denen die Ergebnisse der Züchter hockten und pickten. Dazwischen liefen die Profis mit ihren Heften herum, lasen gespannt die Wertungen der Preisrichter und fachsimpelten über Gewicht, Färbung, Gangart . . .

Ebenfalls ausgestellt wurden auch größere eingezäunte Kulissen, bei denen die Hühner über Milchkrüge, Tische oder Zeitungen hüpfen sollten. Da verhielten sich die Hühner aber wenig professionell: „Die picken im Laub herum und legen die Plane frei“, beschwert sich Theo.

Ob Hühner kluge Tiere sind, darüber sind sich die Kinder nicht ganz einig: „Wenn ich mit dem Eimer mit Futter komme, dann rennen die mir hinterher“, erzählt Theo und Johanna sagt, ihre Hühner erkennen den Futtereimer, selbst, wenn der mal für andere Zwecke genutzt wird.

„Dass Kinder beteiligt sind, ist klasse“, meint Waschkowitz-Biggeleben. „Das bedeutet viel Verantwortung.“ Damit können die Kinder aber bestens umgehen. Man müsse schon viel wissen, sagt Theo, man könne eine Menge falsch machen. Viel Zeit brauchen die Tiere am Tag aber nicht, erklärt Osterhaus. Zehn bis 20 Minuten, es komme ganz auf die Rasse an und ob gezüchtet werde oder nicht: „Alles drüber, ist nur für den Spaß.“

Er habe schon alle möglichen Arten von Geflügel gezüchtet, bei Hühnern ist er jetzt seit drei Jahren angekommen. „Ich wollte eine ruhige, unaufgeregte Rasse.“ Und weil die Vielfalt groß ist, fand er auch die passenden Hühner.

Eine Frau ist über ihren Sohn zu Hühnern gekommen, sie halten eine bunte Mischung. „Diese hier sind freiheitsliebend, die bekommt man manchmal den ganzen Tag nicht zu sehen.“

Ob alle Hühner Namen haben? Von den Kindern kommt ein lautes „Ja!“ zurück, sie haben sogar Lieblingshühner. „Der Hahn heißt Prince“, erklärt eine Mutter. Weil er gut klingt, laut ist und ein buntes Federkleid hat – ganz so wie der Namensvetter.

Ausgezeichnet wurden drei Züchter und eine Züchterin des Vereins. Ihre Hühner wurden als „vorzüglich“ gewertet: Franz Schründer, Dietmar Hohenhorst, Jan Austrup und Natalie Kullick-Austrup freuten sich über Trophäen.

Insgesamt gab es 120 Tiere zu bewundern, vor allem Hühner, aber auch Wachteln und Tauben. Allesamt „buntgefiederte Geflügelschönheiten“, ist sich der Kreisvorstand sicher.

Klein und flauschig – „fast schon wohnzimmertauglich“ – oder laut und schrill – „wir wohnen in der Stadt, da haben wir natürlich keinen Hahn“ – für jeden ist das passende dabei. Die Geflügelfreunde im Verein jedenfalls sind sich sicher, sie haben ein tolles Hobby. Und wer weiß, vielleicht hält der Trend Huhn an und der ein oder andere Besucher hat Gefallen gefunden . . .

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