Letzter Bauabschnitt im Baugebiet Wöste wird in Angriff genommen
Rund 15 Jahre dem Plan voraus

Greven -

Eigentlich, so dachten vor neun Jahren alle Beteiligten, sollte die Wöste für die kommenden 25 Jahre den bedarf an Baugrundstücken in Greven decken. Inzwischen wird aber bereits jetzt der vierte und letzte Bauabschnitt in dem Baugebiet in Angriff genommen.

Dienstag, 29.10.2019, 11:50 Uhr aktualisiert: 29.10.2019, 15:19 Uhr
Andre Kintrup (links) und Klaus Feldmann begutachten den Plan für den vierten und letzten Bauabschnitt der Wöste.
Andre Kintrup (links) und Klaus Feldmann begutachten den Plan für den vierten und letzten Bauabschnitt der Wöste. Foto: Peter Beckmann

Knapp acht Jahre ist es her, als die ersten Häuslebauer in der Wöste ihr Schüppchen scharf machten und mit den Bauarbeiten begannen. Seither sind in den drei Bauabschnitten insgesamt rund 575 Baugrundstücke entstanden. Die frei verfügbaren – einige in privatem Besitz liegen brach auf Reserve – sind längst verkauft, jetzt warten die Bauwilligen auf den vierten und damit letzten Bauabschnitt. Die Baumaßnahme für Kanal und Baustraßen beginnen in den kommenden Tagen.

Und noch einmal werden 81 Baugrundstücke erschlossen. Und trotz der Vielzahl der vorherigen ist die Nachfrage weiterhin groß. Dem Immobilien-Makler Wilfried Roth, der rund Zweidrittel der Grundstücke vermakelt, liegt eine Liste mit über 80 Kauf-Interessenten vor, die sich haben vormerken lassen. Die weiteren Grundstücke gehören bis auf zwei städtischen einem Grevener Landwirt. Das Umlegungsverfahren ist inzwischen abgeschlossen.

Die Erschließungsarbeiten – also Kanalbau und die Erstellung der Baustraßen – beginnen im November und kosten insgesamt 1,37 Millionen Euro. „Ein guter Kurs den wir aufgrund des sehr großzügigen Zeitrahmens erzielen konnten“, sagte Klaus Feldmann von den Technischen Betrieben Greven (TBG), der das Projekt Wöste begleitet. Im Rahmen der Erschließungsarbeiten werden zunächst die Kanalbauarbeiten durchgeführt, danach die Versorgungsleitungen – Strom, Wasser, Glasfaser – verlegt und zum Abschluss die Straßen zunächst als „bituminöse“ Baustraßen erstellt. Und im Juli des kommenden Jahres können dann die Bagger anrücken, im Einzelfall vielleicht auch schon früher.

Der Blick auf die Planungskarte zeigt, dass sehr viel Wert auf Grünflächen gelegt wurde. „Ein Teil der Ausgleichsflächen liegt gleich neben dem vierten Bauabschnitt in Richtung Overmannstraße“, erklärt Andre Kintrup, ebenfalls TBG. Und auch der Lauf der Rönne ist extrem großzügig gestaltet. „Hier gibt es genug Platz für das Regenwasser, wenn es wieder zu einem Starkregen kommen sollte.“ Am „Ufer“ des Bachlaufes wurden kleinere Bezirke eingezäunt, in denen Büsche wachsen sollen, die im jungen Alter vor den Kaninchen geschützt werden müssen.

Klaus Feldmann war von Anfang an bei den Planungen für das Baugebiet Wöste dabei. „Wir waren damals im Jahr 2010 alle der Meinung, dass wir ein Baugebiet planen, dass für die kommenden 25 Jahre den Bedarf abdecken würde“, erinnert er sich und staunt selber immer noch, wie schnell sich das Baugebiet in der Realität entwickelt hat.

Im ersten Bauabschnitt sind inzwischen alles Straßen bis auf den Brauerweg im Endausbau. „Ende 2021 werden auch die Straßen im zweiten und dritten Bauabschnitt fertig gestellt“, erklär Andre Kintrup.

Und nach den Erschließungsarbeiten für den vierten Bauabschnitt bekommt noch die Overmannstraße im Bereich von der Kreuzung zum Siedlungsweg in Richtung Unterführung B 481 eine neue Straßendecke und einen breiten Fußweg bis zum Kindergarten.

Und wie es dann weiter geht, sprich: wo die Bauwilligen anschließend bauen können? Darüber muss die Politik zeitnah entscheiden. Denn laut dem Stadtentwicklungskonzept „Teilplan – Wohnen“ gibt es bis zum Jahr 2030 einen Bedarf an Wohnraum von mindestens 2500 Wohnungen.

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