Martinusmarkt lockt am 10. November in die Innenstadt
Wo Gans und Meisen ein neues Zuhause finden

Greven -

Einen Meisenkasten hat Tischlermeister Laurenz Pieper zum Martinusmarkt-Pressegespräch mitgebracht. Und obwohl noch nicht alle Akteure anwesend waren, sorgte dieser für Gesprächsstoff. Denn es ging um den Eichenprozessionsspinner, der nicht nur in diesem Jahr eine echte Plage war.

Dienstag, 29.10.2019, 08:50 Uhr aktualisiert: 29.10.2019, 09:00 Uhr
Vielfältig ist das Programm des Martinusmarkts, dass die Macher jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellten.
Vielfältig ist das Programm des Martinusmarkts, dass die Macher jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellten. Foto: Jan-Philipp Jenke

Wie soll man also in Zukunft gegen den Spinner vorgehen? Piepers Vorschlag: Mit Nistkästen Meisen als natürliche Fressfeinde anlocken. Und daher warb er im Namen der Tischler-Innung für die Nistkasten-Bauaktion (Material für bis zu 400 Kästen), die im Niederort im Rahmen des vierten verkaufsoffenen Sonntags (10. November) stattfindet.

Dass der Eichenprozessionsspinner keine Grenzen kennt, machte Henk ter Hennepe deutlich. „In Holland sind die Kästen überall ausverkauft“, sagte der Veranstalter des Hollandmarktes, der wieder Bestandteil des Martinusmarkts ist. 37 Marktbeschicker sorgen auf der Rathausstraße und dem Montargisplatz für niederländisches Flair.

Eingebettet ist die Nistkasten-Bauaktion in das Angebot der Land- und Forstwirtschaft im Niederort. Dazu gehören eine Baumpflanzaktion (Setzlinge sind erhältlich), ein Schweinemobil mit lebenden Tieren, erstmalig das Kuhmobil (ohne lebende Tiere), das Gänsegatter, die rollende Waldschule des Hegerings, die Rassegeflügelzüchter mit ihrem Zelt, die Alpakas der Familie Drees und als Magnet die Strohburg, auf der sich Kinder austoben können, zählt Thomas Feldhove vom Landwirtschaftlichen Ortsverband auf. Auf der Strohburg findet auch die alljährliche Gansversteigerung für den guten Zweck statt.

Die Landfrauen sorgen mit Struwen, zwei Schweinen am Spieß, Kartoffelecken, Piepkoken sowie Getränken für das leibliche Wohl. Der Erlös fließt ebenfalls in den guten Zweck, der noch benannt wird.

Ein wichtiger Bestandteil des 22. Martinusmarkts sind selbstverständlich die verkaufsoffenen Geschäfte in der Innenstadt. Nur wenige Wochen vor Weihnachten sei dies ein spannender Termin, so Johann-Christoph Ottenjann, Vorsitzender der Grevener Werbegemeinschaft. Bleibt nur auf gutes Wetter zu hoffen. Ottenjann klopfte vorsichtshalber dreimal auf den Holztisch.

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