In einem persönlichen Schreiben nennt der Erste Beigeordnete die Bedingungen
Palomba will Bürgermeister werden

Greven -

Grevens Parteien halten mit ihren möglichen Bürgermeisterkandidaten noch hinterm Berg (WN vom 26. Oktober). Doch nach dem jüngsten Bericht dieser Zeitung zur kommenden Bürgermeisterwahl, wendet sich der Erste Beigeordnete Cosimo Palomba in einem offenen Brief an die „Lieben Grevenerinnen und Grevener.“ Fazit seiner ungewöhnlich offenen Stellungnahme: Er würde seinen Hut in den Wahl-Ring werfen, wenn er eine breite Unterstützung der Bevölkerung erfährt.

Mittwoch, 30.10.2019, 08:15 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 08:20 Uhr
Cosimo Palomba will Bürgermeister werden, wenn die Bedingungen stimmen.
Cosimo Palomba will Bürgermeister werden, wenn die Bedingungen stimmen. Foto: Günter Benning

Hier der Wortlaut:

„In den letzten Wochen bin ich vielfach aus der Bürgerschaft und Politik angesprochen worden, ob ich nicht als Bürgermeister- Kandidat zur Verfügung stehen wolle. Nicht zuletzt durch Aussagen im WN-Artikel alarmiert, habe ich mich entschieden, ab sofort meine Aufgaben als Erster Beigeordneter der Stadt Greven politisch neutral auszuüben. Obwohl ich meine Amtsausübung immer genau so vollzogen habe, ist mir durch den Artikel noch einmal drastisch klar geworden, dass nach wie vor leider viel zu oft in Schubladen gedacht wird, wodurch ein inhaltliches Arbeiten oft erschwert oder gar unmöglich gemacht wird.

Ich habe meine Arbeit nie von Parteibüchern abhängig gemacht. Für mich sind Inhalte, die Arbeit mit und für Menschen in der Sache wichtig. Mein Wunsch ist es, meine Arbeit wie bisher politisch neutral zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger meiner Heimatstadt auszuüben.

Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass dies am besten gelingen kann, wenn ich politisch neutral bin, denn ich fühle mich allen Grevenerinnen und Grevenern gleichermaßen verpflichtet.

Mit dieser Arbeitsweise habe ich in meinem beruflichen Wirken immer die besten Ergebnisse erzielt – auch hier in Greven. Meine Kontakte zu allen Fraktionen im Rat und zu vielen Bürgerinnen und Bürgern sind stetig gewachsen – es ist Vertrauen entstanden!

Nahezu alle Vorschläge aus meinem Geschäftsbereich – Bildung, Kultur, Sport, Arbeit, Soziales, Jugendhilfe, Personal – wurden so in den vergangenen mehr als zwei Jahren mit breiten Mehrheiten, oft auch einstimmig beschlossen. Ich halte dies für bemerkenswert und es unterstreicht, dass eine politisch neutrale Arbeitsweise zielführend und Kommunikation entscheidend ist.

Dabei ist es für mich wichtig, mit Menschen und nicht über Menschen zu sprechen. Ich setze – immer kräftig unterstützt durch mein hervorragendes Verwaltungsteam – auf Kommunikation, Austausch und das Erarbeiten gemeinsamer Lösungsstrategien, wie bei den Workshops zur Sport- und Schulentwicklung, die viele hervorragende Ergebnisse gebracht haben.

Gerne bin ich auch vor Ort selbst mit dabei, wenn angepackt wird, wie beim Clean-Up Reckenfeld. Die Meinung unserer Bürgerinnen und Bürger muss gefragt sein und die ehrenamtliche Arbeit der vielen Menschen hier vor Ort und unterstützt werden; dafür stehe ich.

Und nun zur Frage einer möglichen Bürgermeister- Kandidatur im nächsten Jahr: Bürgermeister in Greven zu werden, wäre für mich eine große Ehre! Eine tolle Aufgabe, der ich mich gerne mit vollem Einsatz widmen möchte.

Gleichermaßen ist dieses Amt aber auch eine immense Herausforderung, der ich mit großer Demut begegne. Als Stellvertreter des Bürgermeisters in der Verwaltung weiß ich nur zu genau, wie schwierig es wird, angesichts der Wachstumsdynamik unserer Stadt, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

In den letzten Wochen bin ich aus unterschiedlichen Richtungen – nicht zuletzt auch von der Presse – immer wieder gefragt worden, ob ich nicht als Kandidat zur Verfügung stehen wolle. Die Antwort ist grundsätzlich ja!

Voraussetzung ist dafür allerdings, dass meine Kandidatur und spätere Arbeit breit unterstützt wird. Das heißt, alle Bürgerinnen und Bürger sowie Parteien, die sich einen politisch neutralen, überparteilich wirkenden Bürgermeisterkandidaten Cosimo Palomba vorstellen können, sind herzlich eingeladen, mich für eine mögliche Kandidatur zu unterstützen.

Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch oder auch ein Feedback (an: como1964@web.de).

Falls ich in den nächsten Wochen – bis Mitte Dezember diesen Jahres - erfahren würde, dass ich diese breite Unterstützung bekomme, trete ich als Kandidat für die nächste Wahl gerne an, um mich als Bürgermeister Grevens für eine vertrauensvolle politische Zusammenarbeit über alle Fraktionen hinweg einzusetzen.

Mit einem Masterplan möchte ich in engem Austausch mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft Grevens gestalten. Mit Blick für unsere Ortsteile Greven, Reckenfeld, Gimbte sowie die Bauernschaften und deren Besonderheiten, die Greven so einzigartig machen.

Mein Einsatz soll allen Menschen gleichermaßen gehören. Immer mit dem Ziel, unsere schöne Heimatstadt noch liebens- und lebenswerter zu machen, als sie sowieso schon ist“, heißt es in dem Schreiben von Palomba.

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