Frank Mischendahl und Horst Esmyol leiten L. Heitkötter GmbH & Co. KG
Mehr als tropfende Wasserhähne

Greven -

Die Firmengeschichte des Unternehmens Heitkötter geht weit zurück: 1937 gründete Ludger Heitkötter an der Nordwalder Straße seinen Betrieb – damals drehte sich alles um den Zentralheizungsbau. Erst in den 50er Jahren kamen die Gas- und Wasser-Installationen hinzu.

Dienstag, 29.10.2019, 21:14 Uhr aktualisiert: 29.10.2019, 22:00 Uhr
Öl-Heizung war gestern. Horst Esmyol zeigt einen Gas-Brennwertkessel als aktuellen Stand der Technik.
Öl-Heizung war gestern. Horst Esmyol zeigt einen Gas-Brennwertkessel als aktuellen Stand der Technik. Foto: Pia Weinekötter

Trotz der über 80-jährigen Unternehmenshistorie ist Heitkötter kein Familien-Unternehmen.

Wer hier den Heitkötter junior sucht, wird nicht fündig. Bereits Ludger Heitkötter übergab sein Unternehmen an zwei leitende Mitarbeiter, Heinz Klein-Katthöfer und Erhard Rösner.

Und dieses Vorgehen wurde mittlerweile zur Tradition, denn auch die jetzigen geschäftsführenden Gesellschafter, Horst Esmyol und Frank Mischendahl, übernahmen als leitende Angestellte das Unternehmen.

Der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsbaumeister Esmyol machte seit 1988 Karriere innerhalb des Betriebes bevor er im Jahr 2000 die Position von Erhard Rösner übernahm.

2003 folgte dann der Wechsel von Heinz Klein-Katthöfer zum Fachwirt BWL Frank Mischendahl, der bereits zwei Sanitär-Heizung-Klima-Unternehmen als Betriebsleiter geführt hatte.

Unter ihrer Leitung wurde der Betrieb weiter zum Allrounder im Bereich Haustechnik ausgebaut. 2009 erfolgte der Wechsel von dem sich seit 1994 an der Gutenbergstraße befindenden Betrieb auf die andere Emsseite an den Hansaring. „Wir brauchten einfach mehr Platz“, erläutert Mischendahl das Vorgehen.

Und der Kundenkreis? „Wir machen alles“, lacht Mischendahl, „vom tropfenden Wasserhahn bis zum großen Industrieobjekt.“ Und auf eine Vielzahl interessanter Projekte kann das Heitkötter-Team zurückblicken: „Beispielsweise der Bau eines Blockheizkraftwerkes für die zentrale Produktionsstätte des DRK-Blutspendedienstes in Hagen mit der Anbindung an bestehende Anlagen und ausgelegt für den redundanten also störungsfreien Betrieb. Oder auch hier in Greven der Wohn-Park an der Philip-Manz-Straße im Passivhaus-Betrieb.“

Und das Stichwort Passivhaus deutet die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt ganz gut an. „Im Rahmen der neuen Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) gelten besonders für Neubauten hohe Wärmedämmstandards: Nachhaltigkeit, kontrollierte Lüftungssysteme, KfW-55-Häuser, für die es auch staatliche Förderungen gibt.“ So gehört die Ölheizung längst der Vergangenheit an.

Heute setzt man auf regenerative Energien: „Biomasse-Anlagen, Wärmepumpen und Gas-Brennwertkessel in Verbindung mit Solarthermie verbauen wir heute am meisten“, erläutert der 52-jährige Mischendahl.

Während man im Heizungsbereich die Technik nicht unbedingt optisch wahrnimmt, ist der Stellenwert der Optik im Sanitär-Bereich ungleich höher.

„Aktuell geht in der Formensprache der Trend von rund auf eckig und ein hoher Auslauf bei den Armaturen ist sehr gefragt“, wissen die beiden Experten, „außerdem sind Wellness-Apsekte wie Regenduschen oder der Einsatz von Smart-Technologien zur Speicherung der jeweiligen Dusch-Einstellung pro Verbraucher auf dem Vormarsch.“

Und wie geht die Unternehmens-Geschichte weiter? Bleibt man der Tradition der Übergabe an leitende Mitarbeiter treu? „Abwarten“, zwinkert der 64-jährige Esmyol.

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