Preise für das Augustinianum übergeben
Alle Tiere meiden Glyphosat

Greven -

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung zeichnete kürzlich drei SchülerInnen des Augustinianum für ihre herausragenden Facharbeiten aus. Diana Fuchs erhielt einen ersten Preis im Fach Biologie, Frieder Bez und Michel Lehmkuhl (Q2) durften sich über den zweiten Platz in der Kategorie „Chemie“ freuen und Freya Wischgoll (Q2) gewann den dritten Preis im Fachbereich „Physik“.

Montag, 04.11.2019, 10:30 Uhr
Stolz auf die Gewinner: Dr. Volker Krobisch (l.) erhielt für das Augustinianum einen Preis von 250 Euro, weil die Schule die meisten Preise insgesamt einheimsen konnte.
Stolz auf die Gewinner: Dr. Volker Krobisch (l.) erhielt für das Augustinianum einen Preis von 250 Euro, weil die Schule die meisten Preise insgesamt einheimsen konnte. Foto: Augustinnianum

Insgesamt schnitt damit das Augustinianum als erfolgreichste Schule bei der diesjährigen Preisverleihung ab, heißt es in einer Pressemitteilung. Dafür wurde Dr. Volker Krobisch noch ein Schulpreis der Hans Riegel Stiftung, verbunden mit einem Gutschein im Wert von 250 Euro überreicht.

Glyphosat ist ein Unkrautvernichtungsmittel, das seit einigen Jahren in der öffentlichen Kritik steht, da es möglicherweise cancerogen sein soll. Noch ist das Mittel in der Landwirtschaft weit verbreitet. Dies nahm Diana Fuchs (inzwischen Q2) zum Anlass, mögliche Effekte von Glyphosat auf Wirbellose genauer zu erforschen. Über mehrere Monate untersuchte sie Fruchtfliegen, Schnecken, Schaben und Regenwürmern, die Glyphosat-behandeltes Futter und unbehandeltes Futter zur Auswahl hatten. Bei allen Tiergruppen zeigte sich ein aktives Meiden des Glyphosathaltigen Herbizides – so dass davon auszugehen ist, dass es auf irgendeine Weise sensorisch erkannt werden muss. Ihre Untersuchungen wurden dafür in der Aula der Westfälischen Wilhelms-Universität mit dem ersten Platz in der Kategorie „Biologie“ (bei 39 in diesem Fachbereich eingereichten Arbeiten) des diesjährigen Hans-Riegel-Fachpreises ausgezeichnet.

Frieder Bez und Michel Lehmkuhl (Q2) durften sich über den zweiten Platz in der Kategorie „Chemie“ freuen. Sie hatten untersucht, wie hoch die Kupfer-Ionen-Konzentration in verschiedenen Böden, Futterpflanzen, Schafhaaren und Schaflebern ist. Kupfer führt bei Schafen zu einer Lebererkrankung, die für die Tiere tödlich sein kann.

Freya Wischgoll (Q2) gewann den dritten Preis im Fachbereich „Physik“. Sie hatte die Abhängigkeit der entstehenden Töne von der Füllhöhe von Glasgefäßen beim Einfüllen untersucht. Ihre Forschungen können vielleicht in absehbarer Zukunft in Abfüllanlagen genutzt werden. Insgesamt schnitt das Augustinianum als erfolgreichste Schule bei der Preisverleihung ab.

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