Offener Frühstücks-Treff des Caritasverbands für psychisch Kranke
„Brötchen für die Seele“

Greven/Emsdetten -

Es waren „Brötchen für die Seele“, die Elke geholfen haben. Sie hatte Angst vor fremden Menschen: bloß nicht zu nahekommen.

Montag, 04.11.2019, 07:29 Uhr
Lecker gemeinsam frühstücken und gute Gespräche dazu, das ist der „Brötchen für die Seele“-Treff des „Cafe Jedermann“, der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen beim Caritasverband – manchmal gibt es sogar Apfelkuchen.
Lecker gemeinsam frühstücken und gute Gespräche dazu, das ist der „Brötchen für die Seele“-Treff des „Cafe Jedermann“, der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen beim Caritasverband – manchmal gibt es sogar Apfelkuchen. Foto: Caritas

Vor vier Jahren wurde die Grevenerin auf das Treffangebot „Brötchen für die Seele“ des Caritasverbands Emsdetten-Greven aufmerksam und ging einfach mal hin. Sie nahm beim gemeinsamen Frühstück langsam wieder Kontakt zu anderen Menschen auf. „Mittlerweile hat sich das bei mir um 180 Grad gedreht“, sagt sie heute und: „Das sind nette Leute hier“.

„Brötchen für die Seele“ als offenes Angebot für psychisch kranke Menschen gibt es seit 14 Jahren. Jede Woche freitags ab 9.30 Uhr lädt die Kontakt- und Beratungsstelle „Café Jedermann“ des Caritasverbands in das Gemeindehaus St. Josef an der Nordwalder Straße ein. Für einen kleinen Kostenbeitrag gibt es Brötchen, Aufschnitt, Marmelade, Kaffee und alles, was ein Frühstück braucht, so viel man möchte.

Vom Einkaufen über das Eindecken bis zum Spülen tragen die Teilnehmer etwas bei. Das Frühstück ist dabei der eine Teil. Der andere: „Wir freuen uns, wenn wir hier zusammen sind“, sagt Teilnehmerin Cordula, „weil es gemütlich ist und wegen der guten Gespräche – die Gruppe bringt´s“.

Es gibt einen festen Kern, und immer wieder schauen Neue vorbei. „Jeden, der hier zum ersten Mal vorbeikommt, heißen wir herzlich willkommen“, verspricht Elke.

Auch Menschen, die vielleicht stellvertretend für einen Angehörige oder Freund kommen. „Wir reden hier über alles, aber seltener über Krankheiten“, sagt sie, „wir sind ja keine Selbsthilfegruppe“. An diesem besonderen Freitag hat das „Brötchen für die Seele“-Frühstück im Rahmen der „Woche der seelischen Gesundheit“ des Caritasverbands seine Türen für alle Interessierten geöffnet.

Es gibt selbst gebackenen Apfelkuchen. Das gefällt der Enkelin, die mit der Oma gekommen ist. „Das ist hier wie eine Familie“, beschreibt Laurine Möller (20) die Stimmung an den Freitagvormittagen. Sie unterstützt zurzeit als Bundesfreiwilligendienst-Leistende (Bufdie) Norbert Helming, den Leiter des „Café Jedermann“. Eva-Lotta Schubert (18) ist im Rahmen ihres Vorpraktikums für ein Studium der Sozialen Arbeit dabei – und beliebt als Expertin für Kartenspiele nach den „Brötchen für die Seele“.

  www.caritas-emsdetten-greven.de

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