Frank Lehmkuhl bietet in seiner Tischlerei besondere Einrichtungskonzepte
Kreativität in Holz

Greven -

Der Möbelmacher? Nein, das trifft es nicht ganz. Obwohl er ein echter Macher ist und Möbel seine große Leidenschaft sind. Doch Frank Lehmkuhl kann noch viel mehr. Schränke, klar, aber das sind meistens Sonderlösungen in Dachschrägen. Badmöbel, kreativ und immer individuell auf das Kunden-Bad abgestimmt. Zimmertüren, Speziallösungen für Ecken oder Schrägen. „Wir machen auch normale Türen und Möbel“, korrigiert der Unternehmer gleich mit einem Augenzwinkern.

Dienstag, 05.11.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 15:56 Uhr
Die Kreissäge gehört genauso wie Fräsen, Pressen, Bohr-, Schleif-, Hobel- und Anleimmaschinen bis hin zur Lackier- und Trocknungsanlage zum Maschinenpark der Tischlerei.
Die Kreissäge gehört genauso wie Fräsen, Pressen, Bohr-, Schleif-, Hobel- und Anleimmaschinen bis hin zur Lackier- und Trocknungsanlage zum Maschinenpark der Tischlerei. Foto: Pia Weinekötter

Einen Bezug zum Holz hatte der 50-Jährige immer schon, so dass sich nach zwei Tischlerei-Praktika logischerweise eine entsprechende Ausbildung anschloss.

Bei Felix Schwering in der Bauernschaft Herbern bei Reckenfeld absolvierte Frank Lehmkuhl sowohl seine drei Lehr- als auch die nächsten acht Gesellenjahre.

Nach zwei weiteren Gesellenjahren bei den Möbelwerkstätten Köster in Altenberge wuchs jedoch der Wunsch nach Selbständigkeit.

„Ich wollte meine eigenen Ideen umsetzen können, selbst kreativ werden“, beschreibt der Tischlermeister seine Motivation. Dafür drückte er auch wieder die Schulbank und absolvierte die Meisterschule in Münster für ein Jahr in Vollzeit.

2002 war es dann so weit: Frank Lehmkuhl konnte seine eigene Tischlerei eröffnen – natürlich in Greven: „Hier habe ich meine Wurzeln!“ Und zum eigenen Unternehmen gehörte nicht nur eine Betriebsstätte, die Frank Lehmkuhl zusammen mit seinem Wohnhaus in der Gutenbergstraße 40 fand, sondern auch ein großer Maschinenpark von verschiedenen Sägen, Fräsen, Pressen über Bohr-, Schleif-, Hobel- und Anleimmaschinen bis hin zur Lackier- und Trocknungsanlage, die auch hochwertige Lackierungsarbeiten wie Schleiflack und Hochglanz ermöglicht.

Unterstützt wird er dabei von der ersten Beratung über das Aufmaß und die Angebotserstellung bis zur Ausführung von seinem engagierten und gut ausgebildeten Mitarbeiter-Team.

Bereut hat der Unternehmer den Schritt in die Selbständigkeit keine einzige Minute: „Ganz ehrlich: Die Auftragslage war von Anfang an wirklich gut.“ Sein größter Vorteil ist dabei die Mund-zu-Mund-Werbung. Zufriedene Kunden aus Greven wie auch aus dem Münsteraner Raum bis ins Ruhrgebiet oder ins Rheinland geben ihn gern als Empfehlung weiter.

Und nicht nur Privatleute zählen zu seinem Kundenkreis, sondern auch viele Geschäftsleute, für die der „Holzwurm“ Ladeneinrichtungen und Büromöbel fertigt.

Apropos Holzwurm: Holz ist natürlich nicht der einzige Werkstoff, mit dem sich der Tischlermeister auskennt. Bei seinen Werkstücken arbeitet er beispielsweise auch viel im Verbund mit Glas oder Edelstahl: „Was wir nicht selber fertigen können, erstellen wir in Kooperation mit anderen spezialisierten Handwerkern aus meinem Netzwerk.“

Trotzdem ist und bleibt sein liebster Werkstoff das Holz: „Es ist warm und leicht zu bearbeiten. Außerdem sieht man Ende des Tages, was man geschafft hat“, erklärt Frank Lehmkuhl begeistert.

Sein neunjähriger Sohn Ben teilt bereits die Begeisterung seines Vaters für den Werkstoff Holz: In der Lehmkuhl-Werkstatt hat er bereits eigenes Werkzeug und auch schon die ersten Teile gefertigt. Und auch beim Hobby sind Vater und Sohn auf einer Wellenlänge bzw. auf einer Flügellänge, denn beide züchten sehr erfolgreich Brieftauben.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7044616?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker