Diabetes-Schwerpunkt soll Früherkennung verbessern
„Bei der Apotheke laufen die Fäden zusammen“

Greven -

Norbert Kuster ist Landesvorsitzender der Deutschen Diabetes-Hilfe. Am Dienstag kam er nach Greven in die Alles Gut-Apotheke, um eine besondere Präventionsmaßnahme gegen die landläufig Zuckerkrankheit genannte Volksplage zu loben: „Wir stellen immer wieder fest, dass Betroffene wichtige Informationen nicht beim Arzt finden. Bei der Apotheke laufen die Fäden zusammen.“

Mittwoch, 06.11.2019, 12:29 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 15:58 Uhr
Freuen sich über die Aktion gegen Diabetes (v.l.): Bürgermeister Peter Vennemeyer, Kai Woltering von der Selbsthilfegruppe Steinfurt, Apotheker Daniel Feldkamp, Jutta Koch, Norbert Kuster, Vorsitzender des Landesverbandes Deutsche Diabetes-Hilfe, und Apotheker Abed Daka.
Freuen sich über die Aktion gegen Diabetes (v.l.): Bürgermeister Peter Vennemeyer, Kai Woltering von der Selbsthilfegruppe Steinfurt, Apotheker Daniel Feldkamp, Jutta Koch, Norbert Kuster, Vorsitzender des Landesverbandes Deutsche Diabetes-Hilfe, und Apotheker Abed Daka. Foto: Günter Benning

Apotheker Abed Daka weiß um die Brisanz der versteckten Diabetes. 7,5 Millionen Deutsche seien daran erkrankt. Aber jeder Fünfte wisse nichts davon. Mit einer Aktion zur Früherkennung startet seine Apotheke ein neues Angebot für Diabetiker. Bundesweit, meint er, gehöre er damit zu den Ersten mit solch einem Angebot.

In Kooperation mit der Deutschen Diabetes-Hilfe bietet die Grevener Apotheke in der Rathauspassage einen kostenlosen Selbsttest zur Früherkennung des eigenen Diabetes Risikos an.

Beratung über dessen Ergebnis und weiterführende Gesundheitschecks gehören ebenfalls zum Programm.

„Ob und wann der Diabetes ausbricht und wie er verläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab“, sagt Apotheker Daniel Feldkamp, Betriebsleiter der Apotheke an der Martinistraße, „auf einige davon kann jeder wirkungsvoll Einfluss nehmen.“

Zu den Modulen des Diabetes-Konzepts gehören regelmäßige Gesundheitschecks, aber auch Ernährungs- und Einkaufsberatung sowie Kochkurse, Bewegungsangebote, podologische Fachbetreuung und regelmäßige Apotheken-Sprechstunden.

Die genauen Ursachen für Diabetes sind noch nicht geklärt, es gibt erbliche Anlagen, aber auch individuelle Lebensweisen: Übergewicht, Bewegungsmangel, Fehlernährung.

Bürgermeister Peter Vennemeyer begrüßte die Aktion bei der Vorstellung: „Ich gehöre ja auch zu den Risikopatienten.“ Seine Mutter und seine Großmutter hätten Diabetes gehabt – und zu lange ignoriert: „Das ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge.“

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