Platz für Turmfalke und Schleiereule auf dem Turm der Martinus-Kirche
Kuscheliger Nistkasten für den Tauben-Schreck

Greven -

Beim Thema Wildtauben gehen die Meinungen weit auseinander. Die Mehrzahl hat aber wohl ein Problem mit den Tieren, die die Bewohner der Stadt mit ihren Hinterlassenschaften permanent nerven. Aber: Wenn alles gut geht, haben die Vögel bald einen Feind, bei dem sie ganz oben auf der Speisenkarte stehen: der Turmfalke.

Mittwoch, 06.11.2019, 08:28 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 15:58 Uhr
Friedhofsgärtner Hendrik Schlott und Tischler Winfried Hermsen bastelten gestern zwei Nistkästen auf halber Höhe des Turms der Martinus-Kirche.
Friedhofsgärtner Hendrik Schlott und Tischler Winfried Hermsen bastelten gestern zwei Nistkästen auf halber Höhe des Turms der Martinus-Kirche. Foto: Peter Beckmann

Diesem Vogel und auch der Schleiereule bereiteten gestern Friedhofsgärtner Hendrik Schlott und Tischler Winfried Hermsen jeweils ein kuscheligen Nistkasten auf dem Turm der Martinus-Kirche. Die beiden Nistkästen unterscheiden sich nur in einem kleinen Detail. „Die Eule liebt es dunkel, deshalb wird in diesen Nistkasten eine Zwischenwand eingebaut“, erklärt der Tischler.

Beide Männer sind optimistisch, dass die beiden Nistmöglichkeiten auch angenommen werden. „Im Frühjahr wurden hier an der Kirche schon drei Turmfalken gesichtet“, sagte Schlott. Und auch Experten des Nabu hätten die Erfahrung gemacht, dass so ein angebotener Nistplatz meistens schon im ersten, aber spätestens im zweiten Jahr angenommen werde.

Und dann werden sie wohl ihrem Job als Tauben-Schreck mit großem Einsatz nachgehen. „Das klappt eigentlich immer sehr gut. Fraglich ist nur, wie groß der Radius ist, in dem dann die Tauben verschwinden“, erklärt Schlott.

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